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Sonntag, 11. Oktober 2026

24/18 – Wunderschöne Momente, atemberaubende Tiere und tolle Sonnenuntergänge Callboy Alex

24/18 – Wunderschöne Momente, atemberaubende Tiere und tolle Sonnenuntergänge | Callboy Alex
Reisebericht · Lesezeit ca. vierunddreißig Minuten · Namibia
Reisebericht · Namibia

24/18 – Wunderschöne Momente,
atemberaubende Tiere
und tolle Sonnenuntergänge

18 Tage zusammen 13 Tage in Namibia 4.006,4 km gefahren 5 Lodges
Kurz & knapp: Von Windhuk über Etosha, Damaraland und die Skeleton Coast bis nach Sossusvlei — 18 Tage gemeinsame Reisezeit, 13 Tage davon in Namibia, 4.006,4 Kilometer Schotter, Stein und Wildnis, 5 Lodges und ein Land, das einen nicht mehr loslässt.
01 · Ankunft & Aufbruch

Hosea Kutako —
der erste Atemzug afrikanischer Luft

Es gibt Flughäfen, die man vergisst, sobald man die Ankunftshalle verlassen hat. Und es gibt Flughäfen, die einem schon beim Aussteigen sagen: Hier wird etwas anders sein. Hosea Kutako International Airport, knapp fünfundvierzig Minuten außerhalb von Windhuk, gehört für Callboy Alex eindeutig zur zweiten Kategorie. Die Luft, die einem beim Verlassen der Maschine entgegenschlägt, ist trocken, warm, von einem leicht staubigen Geruch durchzogen, der nach Weite riecht, nach Savanne, nach etwas, das größer ist als man selbst. Nach einem langen Flug, nach Business-Class-Sitzen, Filmen und zu viel Cola, ist dieser erste Atemzug afrikanischer Luft jedes Mal ein kleiner Reset-Knopf für den Kopf.

Dieses Mal war Callboy Alex nicht allein unterwegs. Diese Reise war von Anfang an als gemeinsames Projekt gedacht — mit meiner Begleitung und einem guten Freund, der mit seinem eigenen Toyota-Erfahrung und Geduld die Rolle des Fahrers auf den anspruchsvolleren Pistenabschnitten übernommen hat. Achtzehn Tage sollten wir insgesamt zusammen verbringen, dreizehn davon in Namibia selbst — den Rest nahmen die Flüge, ein kurzer Zwischenstopp und die Tage rund um die Anreise und Abreise ein. Schon beim Warten auf das Gepäck am Band haben wir uns angesehen und ohne viele Worte gewusst: Das hier wird eine Reise, die wir noch lange erzählen werden.

Der Kontrollturm von Hosea Kutako ist eines dieser Gebäude, die einen architektonisch ein bisschen überraschen — rund, hoch, mit einer fast futuristischen Silhouette gegen den makellos blauen Himmel Namibias. Ich bin dort kurz stehen geblieben, habe ein Foto gemacht, nicht aus touristischem Reflex, sondern weil dieser Moment für Callboy Alex immer der symbolische Startschuss einer Reise ist: Das Gepäck ist da, die Formalitäten sind erledigt, und vor einem liegt ein Land, das man noch nicht kennt. Terminal zwei, der Name auf der dunklen Wand hinter mir, war in diesem Moment nicht nur eine Gebäudebezeichnung, sondern eine Art Türschwelle.

Hosea Kutako International Airport Terminal 2, Windhuk
Hosea Kutako International Airport — der erste Schritt auf namibischem Boden

Noch am Flughafen haben wir den Mietwagen übernommen, der uns die kommenden Tage treu begleiten sollte: ein Toyota Hilux, robust, hochbeinig, mit Allradantrieb und genug Stauraum für drei Reisende und deutlich zu viel Gepäck. Wer schon einmal in Namibia unterwegs war, weiß, dass dieses Fahrzeug keine Geschmacksfrage ist, sondern eine Notwendigkeit. Asphaltstraßen gibt es hier vor allem zwischen den größeren Städten — sobald man in Richtung Nationalparks oder entlegener Lodges abbiegt, wird aus der Straße eine Piste, aus der Piste Schotter, aus dem Schotter manchmal schlicht Wildnis. Am Ende der Reise sollte der Tacho um viertausendsechs Komma vier Kilometer weitergedreht haben — eine Zahl, die für sich genommen schon fast lächerlich klein wirkt, wenn man bedenkt, wie viel in diesen Kilometern an Landschaft, Begegnungen und Momenten steckte.

Bevor wir überhaupt losgefahren sind, haben wir uns noch einmal kurz das Werbevideo angesehen, das im Vorfeld für diese Reise entstanden ist — eine Art Vorgeschmack auf das, was uns erwarten sollte, mit Bildern, die man selbst mitgebracht hat, aber im Schnitt noch einmal ganz anders wirken.

Windhuk selbst hat Callboy Alex an diesem ersten Tag nur gestreift. Die Hauptstadt Namibias ist überschaubar, ruhig, mit einem spürbaren deutschen Einschlag in der Architektur mancher älterer Gebäude — ein kurzer kultureller Reflex der Kolonialgeschichte, der einem als deutschsprachigem Reisenden manchmal seltsam vertraut und zugleich fremd vorkommt. Aber unser eigentliches Ziel lag an diesem Tag noch vor uns: der Norden, Etosha, die erste der insgesamt fünf Lodges, die uns auf dieser Reise aufnehmen sollten. Wir sind noch am Nachmittag losgefahren, haben die letzten Ausläufer der Stadt hinter uns gelassen und gesehen, wie die Landschaft sich innerhalb weniger Kilometer von urbanem Trubel zu endloser, trockener Weite verwandelte.

02 · Etosha National Park

Zebras, Staub
und die Stille der Savanne

Etosha ist einer dieser Orte, über die man vorher viel gelesen und noch mehr Fotos gesehen hat — und der einen trotzdem komplett unvorbereitet trifft, wenn man zum ersten Mal selbst mitten drin steht. Die riesige, von Salz überzogene Pfanne, die dem Park seinen Namen gibt, ist von der Straße aus kaum zu fassen: Sie wirkt wie ein weißes Meer ohne Wasser, flimmernd in der Mittagshitze, mit Tieren, die am Horizont wie Scherenschnitte auftauchen und wieder verschwinden.

Unsere erste richtige Begegnung mit der Tierwelt des Parks war unspektakulär und genau deshalb unvergesslich: eine Gruppe Zebras, die sich an einer Wasserstelle gegenseitig die Hälse kraulten, offenbar völlig unbeeindruckt von unserem Fahrzeug, das im Schritttempo vorbeirollte. Es gibt einen Moment, in dem man aufhört, Fotos zu machen, und einfach nur schaut. Für Callboy Alex kam dieser Moment bei den Zebras relativ schnell. Zwei Tiere standen Kopf an Kopf, fast wie in einer stillen Umarmung, während im Hintergrund weitere Streifen über die trockene Grasfläche verteilt waren.

Zwei Zebras im Etosha National Park
Etosha National Park — zwei Zebras in stiller Zweisamkeit

Was Callboy Alex an Etosha jedes Mal wieder beeindruckt, ist das Tempo, in dem sich die Begegnungen mit Tieren abspielen. Man fährt über staubige, manchmal von Hitzeflimmern verzerrte Pisten, redet über das nächste Ziel, über das Mittagessen, über völlig banale Dinge — und plötzlich steht da ein Elefant am Straßenrand, oder eine Gruppe Springböcke sprintet quer über die Fahrbahn. Es ist dieses Wechselspiel zwischen endlosem, fast meditativem Fahren und abrupten, intensiven Momenten der Begegnung, das Etosha zu einem der emotional dichtesten Orte macht, die ich in Afrika bisher erlebt habe.

Für Callboy Alex sind die Unterkünfte im und am Park ebenfalls Teil des Erlebnisses. Man sitzt abends auf einer Terrasse, hört die Geräusche der Nacht — mal das Grunzen eines Gnus, mal etwas, das man nicht zuordnen kann und das einem genau deshalb ein kleines bisschen die Nackenhaare aufstellt — und ist sich bewusst, dass man sich gerade in einem Teil der Welt befindet, in dem der Mensch nicht die Hauptrolle spielt. Diese Demut, dieses Gefühl, nur Gast zu sein in einem viel größeren System, ist für mich einer der wertvollsten Effekte, die eine Reise wie diese mit sich bringt.

03 · King Nehale Gate

Die Übergabe der Butterfly Collection
by Callboy Alex

Einer der Programmpunkte dieser Reise, auf den sich Callboy Alex im Vorfeld besonders gefreut hatte, war die Übergabe der „Butterfly Collection by Callboy Alex“ am King Nehale Gate, einem der östlichen Zugänge zum Etosha National Park. Was zunächst nach einem kleinen, fast privaten Moment klang, entwickelte sich vor Ort zu etwas deutlich Größerem und Bewegenderem, als ich erwartet hatte.

Drei Mitarbeiterinnen der Parkverwaltung haben uns am Gate empfangen, in dunkelblauer Uniform, mit einer Freundlichkeit und Professionalität, die man in Europa in vergleichbaren Behördenkontexten selten in dieser Form erlebt. Die Übergabe selbst — ein gerahmtes Exemplar aus der Butterfly Collection, ein Projekt, das mir seit einiger Zeit am Herzen liegt — war ein kurzer, aber symbolisch aufgeladener Moment. Es ging nicht um Prunk oder große Worte, sondern um eine stille Geste der Verbindung zwischen zwei Welten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: meiner Arbeit in Deutschland und dem Naturschutz in einem der bedeutendsten Nationalparks Afrikas.

Drei Mitarbeiterinnen am King Nehale Gate mit der Butterfly Collection by Callboy Alex
King Nehale Gate, Etosha National Park — Übergabe der Butterfly Collection by Callboy Alex

Im Hintergrund des Fotos hängt, kaum zu übersehen, ein Portrait, das die Bedeutung dieses Ortes für das Land noch einmal unterstreicht — ein Hinweis darauf, dass Naturschutz in Namibia kein Nebenschauplatz ist, sondern Teil der nationalen Identität. Für Callboy Alex persönlich war dieser kurze Stopp einer der Momente dieser Reise, die am längsten nachhallen: Nicht, weil er spektakulär war, sondern weil er zeigt, wie viel kleine, respektvolle Gesten bewegen können, wenn man sie ernst meint.

Untergebracht war Callboy Alex in dieser Phase der Reise in einer Lodge nahe des Gates — ein Zimmer mit dunklem Vier-Pfosten-Bett, kräftigen Rot- und Grautönen, einem gerahmten Kunstdruck an der Wand und einem Longhorn-Schädel als Dekoration über dem Bett. Es war genau die Art von Unterkunft, die man sich nach einem Tag voller Staub, Hitze und intensiver Eindrücke wünscht: stilvoll, ruhig, mit genug Charakter, um selbst Teil der Erinnerung an diesen Ort zu werden.

Lodgezimmer mit Vier-Pfosten-Bett nahe King Nehale Gate
Abendliche Ruhe in der Lodge nahe King Nehale Gate
04 · Damaraland

Schwarze Nashörner, rote Berge
und eine Giraffe auf Augenhöhe

Nach den weiten, offenen Flächen von Etosha fühlt sich Damaraland fast wie ein anderer Planet an. Die Landschaft wird kantiger, die Felsen röter, die Vegetation spärlicher, und die Stille, die über diesem Teil Namibias liegt, ist von einer anderen Qualität — nicht die Stille der Weite, sondern die Stille der Kargheit. Untergebracht waren wir in der Palmwag Lodge, einem Ort, der genau diese Mischung aus Abenteuer und Komfort bietet, die diese Reise für mich insgesamt ausgezeichnet hat.

Von der Palmwag Lodge aus haben wir mehrere Dinge unternommen, die zu den intensivsten Erlebnissen der gesamten Reise gehören. Zunächst ein Abend-Walk mit einem lokalen Guide über die Klippen des Damaralands — ein Spaziergang, bei dem man weniger auf große Tiere hofft als darauf, die Landschaft in einem anderen Licht zu sehen. Genau das ist passiert: Die tief stehende Sonne hat die roten Felsformationen in ein fast surreal wirkendes Glühen getaucht, während der Guide uns Pflanzen, Spuren und kleine Details der Landschaft erklärt hat, die man ohne seine Erfahrung niemals bemerkt hätte.

Der Höhepunkt dieser Etappe war für Callboy Alex jedoch eine gebuchte Tour, deren Ziel es war, Spitzmaulnashörner in freier Wildbahn zu sehen — eine der bedrohtesten und am intensivsten geschützten Tierarten Afrikas. Nach mehreren Stunden Fahrt über unwegsames Gelände, bei der der Guide ständig Spuren im Sand gelesen und mit seinem Team über Funkgerät kommuniziert hat, war es dann so weit: eine Familie, Mutter, Vater und ein Jungtier, grasend in sicherer Entfernung. Dieser Moment lässt sich kaum in Worte fassen — die Mischung aus Ehrfurcht, Dankbarkeit und dem Bewusstsein, wie fragil diese Begegnung eigentlich ist, hat uns alle drei für einige Minuten komplett verstummen lassen.

Nur kurz danach, auf dem Rückweg zur Lodge, kam es zu einer weiteren, fast beiläufigen Begegnung, die ich trotzdem zu den schönsten Bildern dieser Reise zähle: eine einzelne Giraffe, die mitten im kargen, steinigen Gelände stand, den Kopf hoch erhoben, während Callboy Alex auf Augenhöhe — so gut das bei einem Tier dieser Größe eben möglich ist — einfach stehen geblieben ist und den Moment auf mich wirken ließ. Giraffen haben eine Art von Gelassenheit, die ansteckend wirkt. Sie hat uns kaum beachtet, einfach weitergekaut, während wir für einen Moment Teil ihrer Welt sein durften.

Callboy Alex und eine Giraffe im Damaraland
Damaraland — eine stille Begegnung auf Augenhöhe

Wer diese Etappe der Reise in bewegten Bildern sehen möchte: Von der Tour durch das Damaraland, inklusive der Nashorn-Spur und der Landschaften, die man mit Worten kaum beschreiben kann, haben wir ein eigenes Video mitgebracht.

Video — Tour durch das Damaraland
Die Damaraland-Tour direkt auf YouTube ansehen →
05 · Quality Time

Was zwischen den Stationen passiert,
ist oft das Eigentliche

Wenn man über eine Reise wie diese schreibt, liegt der Fokus fast automatisch auf den großen, fotogenen Momenten — Nashörner, Giraffen, Sanddünen, Sonnenuntergänge. Aber wer schon einmal mit anderen Menschen tagelang in einem Auto über Schotterpisten gefahren ist, weiß: Das eigentlich Wertvolle passiert oft dazwischen. In den vier, fünf Stunden Fahrt zwischen zwei Lodges. Beim Abendessen, wenn die Müdigkeit des Tages langsam der Ruhe eines guten Gesprächs weicht. In den kleinen, unspektakulären Momenten, die kein Foto braucht, um in Erinnerung zu bleiben.

Diese Reise hat Callboy Alex nicht allein unternommen, und das war von Anfang an eine bewusste Entscheidung. Meine Begleitung und unser gemeinsamer Freund, der einen Großteil der anspruchsvolleren Fahrstrecken gemeistert hat, haben diese Wochen zu etwas gemacht, das deutlich über einen reinen Erlebnisbericht hinausgeht. Wir haben über Dinge gesprochen, für die im Alltag selten Zeit bleibt — über Ängste, über Pläne, über die Frage, was man eigentlich will, wenn man die ganzen äußeren Verpflichtungen für ein paar Tage beiseitelegt. Gerade die langen Fahrten über schnurgerade, scheinbar endlose Pisten haben eine Art Gesprächsraum geschaffen, den man im normalen Leben kaum findet: keine Ablenkung, kein Handyempfang, nur die Landschaft draußen und die Stimmen im Auto.

Es gab Abende, an denen Callboy Alex einfach nur am Lagerfeuer oder auf der Terrasse einer Lodge gesessen hat, ohne großes Programm, ohne nächsten Punkt auf der Liste — und genau diese Abende waren es, die mir im Nachhinein am meisten in Erinnerung geblieben sind. Ein Lachen über ein missglücktes Foto. Eine ernste Unterhaltung über die eigene Zukunft, ausgelöst durch nichts weiter als die Weite der Landschaft, die einen automatisch kleiner und zugleich klarer werden lässt. Die Tatsache, dass man sich in solchen Momenten nicht erklären muss, weil der andere ohnehin versteht, was gemeint ist.

Auch kleine Alltagsmomente gehören dazu: gemeinsames Kochen über dem Feuer, das Verhandeln darüber, wer am nächsten Morgen zuerst ins Bad darf, das kollektive Staunen über ein Tier, das plötzlich am Straßenrand auftaucht, während man eigentlich über etwas völlig anderes gesprochen hat. Diese Reise hat mir noch einmal in Erinnerung gerufen, dass gute Zeit selten an spektakulären Orten allein entsteht — sie entsteht dort, wo Menschen wirklich präsent miteinander sind, unabhängig davon, ob im Hintergrund eine Sanddüne oder eine Autobahnraststätte liegt. Namibia hat uns dafür nur den beeindruckendsten Rahmen geliefert, den man sich vorstellen kann.

06 · Skeleton Coast

Wo das Meer die Wüste trifft
und Schiffe zu Skeletten werden

Es gibt Küstenabschnitte, die zum Entspannen einladen, und es gibt die Skeleton Coast. Dieser Name ist keine touristische Übertreibung, sondern eine fast nüchterne Beschreibung dessen, was man hier sieht: Schiffswracks, die seit Jahrzehnten im Sand und in der Brandung liegen, überzogen von Rost und Vogelkot, umspült von einem Meer, das hier kälter und wilder wirkt als an fast jedem anderen Küstenabschnitt, den ich kenne. Der kalte Benguela-Strom sorgt dafür, dass selbst an sonnigen Tagen eine fast gespenstische Kühle über dem Wasser liegt, während die Wüste im Hintergrund in gleißender Hitze flimmert.

Wir sind am Strand entlanggelaufen, haben eines der bekannteren Wracks aus der Nähe betrachtet — ein ehemaliges Fischereischiff, dessen Metallgerüst inzwischen von unzähligen Kormoranen und Pelikanen als Ruheplatz genutzt wird. Der Kontrast zwischen der rohen, fast brutalen Zerstörung des Schiffes und dem Leben, das sich inzwischen darauf angesiedelt hat, hat Callboy Alex lange beschäftigt. Es ist eine Art natürliche Mahnung daran, wie vergänglich menschliche Konstruktionen sind, sobald man sie der Natur überlässt — und wie schnell sich neues Leben dort einrichtet, wo vorher etwas Großes gescheitert ist.

Callboy Alex am Strand der Skeleton Coast vor einem Schiffswrack
Skeleton Coast — ein gestrandetes Fischereischiff als stille Mahnung

Was Callboy Alex an diesem Küstenabschnitt besonders beeindruckt hat, ist die schiere Unwirtlichkeit, die trotzdem eine eigene Schönheit besitzt. Es gibt hier keine Palmen, keine türkisblauen Lagunen, kein klassisches Urlaubsfeeling. Stattdessen: grauer Himmel, raue See, Nebel, der sich über die Dünen schiebt, und ein Gefühl von Endgültigkeit, das man selten an einem Strand erlebt. Genau diese Rohheit war es, die diesen Programmpunkt zu einem der einprägsamsten der gesamten Reise gemacht hat — nicht trotz, sondern wegen der fehlenden klassischen Urlaubsromantik.

07 · Walvis Bay

Rote Lagunen, rosa Sonnenbrillen
und ein Pelikan namens Freundschaft

Von der Skeleton Coast ging es weiter in Richtung Walvis Bay, einer Hafenstadt, die vor allem für ihre Lagunensysteme und die dort lebenden Flamingo- und Pelikankolonien bekannt ist. Schon auf der Anfahrt haben wir an einem der Salzgewinnungsbecken gehalten, deren Wasser durch die hohe Mineralkonzentration und bestimmte Algenarten eine intensive, fast unwirkliche rot-orange Färbung annimmt. Der Übergang zwischen diesem leuchtenden Rot und dem feinen weißen Schaum der Wellen, die sich am Ufer brechen, war einer dieser Anblicke, bei denen man kurz vergisst, dass man eigentlich auf dem Weg zu einem Termin ist.

Rot gefärbtes Wasser mit Schaum an der Küste bei Walvis Bay
Walvis Bay — die ungewöhnliche Rotfärbung der Lagune

Der eigentliche Höhepunkt dieser Etappe war für Callboy Alex jedoch eine gebuchte Bootstour auf der Lagune von Walvis Bay. Ziel war es, Robben, Delfine und die großen Vogelkolonien der Region aus nächster Nähe zu erleben — und das Boot hielt, was es versprach. Schon kurz nach dem Ablegen gesellten sich neugierige Pelikane zu uns, die offenbar seit Jahren wissen, dass diese Touren auch kleine Fischbelohnungen bedeuten. Einer von ihnen ließ sich sogar eine rosa Kindersonnenbrille aufsetzen — ein kurzer, fast comichafter Moment, der zeigt, wie zutraulich und gleichzeitig würdevoll diese Tiere sein können.

Callboy Alex mit einem Pelikan mit rosa Sonnenbrille auf einer Bootstour bei Walvis Bay
Bootstour auf der Lagune von Walvis Bay — neue Freundschaften mit Flügeln

Diese Stunden auf dem Wasser waren für Callboy Alex ein willkommener Kontrapunkt zur Rohheit der Skeleton Coast — leichter, verspielter, fast albern in ihrer Unbeschwertheit. Es ist genau diese Abwechslung, die Namibia für Callboy Alex so besonders macht: Innerhalb weniger Stunden Fahrzeit wechselt die Stimmung des Landes komplett, von bedrückender Schönheit zu ausgelassener Leichtigkeit, von kargen Felsformationen zu lebendigen Lagunen voller Vögel.

08 · Swakopmund

Strandhotel, Friseurbesuch
und das bewusste Nichtstun

Swakopmund ist für viele Reisende durch Namibia eine Art Ruhepunkt — eine Stadt mit deutlich europäischem Flair, hübschen Kolonialbauten, guten Restaurants und, was nach Tagen auf staubigen Pisten keine Kleinigkeit ist, fließend warmem Wasser und stabilem Internet. Wir haben in einem Strandhotel übernachtet, von dessen Zimmer aus man direkt auf den Atlantik blicken konnte — Palmen im Vordergrund, das graue, charakteristische Küstenlicht Swakopmunds im Hintergrund, und unten am Fuß des Gebäudes ein kleines Café mit Sonnenschirmen, das einem fast vergessen lässt, dass man sich am Rand einer der trockensten Wüsten der Welt befindet.

Blick aus dem Fenster des Strandhotels in Swakopmund auf Palme und Meer
Strandhotel Swakopmund — Blick auf Palme, Atlantik und die Küste

In Swakopmund hat sich Callboy Alex bewusst Zeit genommen, die man auf einer durchgetakteten Reise sonst selten einplant: ein Friseurbesuch, ein entspanntes Mittagessen ohne festen Zeitplan, ein Spaziergang durch die Stadt ohne konkretes Ziel. Es waren Tage, die auf den ersten Blick wenig „Content“ produziert haben — keine spektakulären Tierbegegnungen, keine atemberaubenden Landschaften — und die gerade deshalb enorm wichtig waren. Jede intensive Reise braucht solche Pausen, in denen man nicht ständig etwas erleben oder dokumentieren muss, sondern einfach da sein darf.

Kulturell haben wir in und um Swakopmund trotzdem einiges mitgenommen: die Architektur der Innenstadt mit ihren deutschen Kolonialbauten, die eigenen kleinen Museen und Galerien, die lokale Küche, die Fisch und Meeresfrüchte in einer Qualität bietet, die man in Mitteleuropa selten findet. Am Abend, als die Sonne über der Wüste hinter der Stadt versank, haben wir einen der ruhigeren Momente der gesamten Reise erlebt — keine Tiere, keine Action, nur ein Himmel in tiefem Orange und Violett, der sich über die Silhouette ferner Hügel und einen einzelnen, markanten Baum legte.

Sonnenuntergang über der Wüste bei Swakopmund mit Silhouette eines Baumes
Abendstimmung nahe Swakopmund — Stille nach einem ereignisreichen Tag
09 · Sossusvlei

Die größten Dünen der Welt
und ein Moment, um in sich zu gehen

Wenn eine Etappe dieser Reise bereits vor der Abfahrt feststand, dann war es Sossusvlei. Die riesigen roten Sanddünen dieser Region gehören zu den bekanntesten Landschaftsmotiven Namibias, und zurecht: Kaum ein anderer Ort vermittelt so unmittelbar das Gefühl von Weite, Zeitlosigkeit und der schieren Kraft, die Wind und Sand über Jahrtausende entfalten können. Untergebracht waren wir in einer Lodge direkt am Rand des Namib-Naukluft-Parks — einfach, funktional, mit genau der Ruhe, die man nach den vorangegangenen Tagen gebraucht hat.

Lodge-Zimmer mit Segeldach bei Sossusvlei
Unterkunft am Rand des Namib-Naukluft-Parks, Sossusvlei

Der Aufstieg auf die berühmte Big-Daddy-Düne, eine der höchsten Sanddünen der Welt, war für Callboy Alex körperlich eine der größeren Herausforderungen dieser Reise. Jeder Schritt im weichen Sand kostet doppelt so viel Kraft wie auf festem Boden, die Sonne steht schon am frühen Vormittag hoch und erbarmungslos, und der Grat der Düne zieht sich scheinbar endlos nach oben. Aber genau dieser Aufwand macht den Moment oben so besonders: ein dreihundertsechzig-Grad-Blick über ein Meer aus roten Dünen, so weit das Auge reicht, unterbrochen nur von der strahlend weißen Salzpfanne von Deadvlei tief unter einem.

Callboy Alex auf dem Grat einer Sanddüne bei Sossusvlei, Big Daddy
Auf dem Grat der Big-Daddy-Düne, Sossusvlei

Zum Glück war an diesem Tag relativ wenig touristischer Betrieb — eine Beobachtung, die Callboy Alex hier bewusst festhalten möchte, weil sie die ganze Erfahrung verändert hat. Statt in einer Schlange von Menschen den Dünenkamm zu erklimmen, waren wir über weite Strecken fast allein mit der Landschaft. Diese Ruhe hat dem Ganzen eine fast meditative Qualität gegeben: Man steigt, man schwitzt, man flucht leise über den Sand in den Schuhen — und oben angekommen, bleibt nur noch Stille. Die Art von Stille, bei der man automatisch in sich geht, bei der die eigenen Gedanken plötzlich lauter werden als alles um einen herum.

Besonders eindrücklich war für Callboy Alex der Blick auf die toten, jahrhundertealten Bäume von Deadvlei — schwarz verkohlt wirkende Baumskelette, die seit Jahrhunderten in der trockenen Salzpfanne stehen, konserviert von der extremen Trockenheit der Region. Es gibt wenige Orte, an denen Vergänglichkeit und Beständigkeit so unmittelbar aufeinandertreffen: Bäume, die längst tot sind, und doch seit Jahrhunderten unverändert dastehen, während rings um sie die Dünen sich im Laufe der Zeit immer wieder neu formen. In diesem Kontrast habe ich einen Moment gefunden, um innezuhalten, die Atmosphäre und die Ruhe dieses Ortes bewusst auf mich wirken zu lassen — einer der größten Sanddünen-Landschaften der Welt, und zugleich einer der stillsten Orte, die ich kenne.

Callboy Alex von hinten auf einem Dünengrat bei Sossusvlei, Schwarz-Weiß
Blick über das Meer der Dünen — ein Moment der Stille
10 · Begegnungen

Ein Apfel, ein Lächeln
und das, was wirklich bleibt

Neben Tieren und Landschaften sind es am Ende oft die Begegnungen mit Menschen, die eine Reise wirklich prägen. In einer kleinen Siedlung am Rand unserer Route sind wir aus dem Fahrzeug ausgestiegen, um uns kurz die Beine zu vertreten — und wurden sofort von einer Gruppe neugieriger Kinder umgeben, die mit der gleichen Offenheit auf uns zukamen, mit der wir versuchten, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Callboy Alex hatte noch ein paar Äpfel aus dem Auto dabei, und das Bild, das dabei entstanden ist, gehört für ihn zu den berührendsten der gesamten Reise.

Callboy Alex schenkt einem Kind einen Apfel, Schwarz-Weiß-Foto
Eine kleine Geste, ein großes Lächeln

Es ist leicht, auf einer Reise wie dieser den Fokus ausschließlich auf spektakuläre Natur zu legen — Nashörner, Dünen, Sonnenuntergänge. Aber Namibia hat mir auch gezeigt, wie viel Herzlichkeit in den Menschen liegt, die hier leben, oft unter deutlich einfacheren Bedingungen, als man es aus Europa kennt. Das Lächeln dieses Kindes, ausgelöst durch nichts weiter als einen Apfel und ein paar Minuten ehrliche Aufmerksamkeit, hat mir noch einmal vor Augen geführt, wie wenig es eigentlich braucht, um echte Momente der Verbindung zu schaffen — ein Gedanke, der sich durch meine gesamte Arbeit zieht, nur hier in einem völlig anderen Kontext.

Namibia ist ethnisch und kulturell deutlich vielfältiger, als viele Reisende vorher erwarten — von den Herero- und Himba-Gemeinschaften im Norden über die Nama- und Damara-Bevölkerung bis zu den Nachkommen deutscher und afrikaanssprachiger Siedler, die vor allem in und um Windhuk und Swakopmund leben. Diese Vielfalt zeigt sich nicht nur in Sprache und Kleidung, sondern auch in der Art, wie Menschen uns als Reisenden begegnet sind: mit einer Mischung aus Stolz auf die eigene Kultur und einer bemerkenswerten Offenheit gegenüber Fremden. Kaum eine Begegnung, in der wir nicht zumindest ein paar Sätze gewechselt haben, die über das übliche touristische Minimum hinausgingen — ein Nachfragen, woher wir kommen, ein kurzes Gespräch über das Wetter in Deutschland, ein geteiltes Lachen über eine missglückte Aussprache namibischer Ortsnamen.

11 · Zurück nach Windhuk

Weinberge, gutes Essen
und ein Interview, das uns beide gefordert hat

Die letzte größere Etappe unserer Route führte uns zurück in Richtung Windhuk, genauer gesagt in die Weinberge am Stadtrand, wo wir die letzten Tage der Reise in einer deutlich ruhigeren Lounge-Atmosphäre verbracht haben. Nach den vielen intensiven Eindrücken der vorangegangenen Tage war dieser Programmpunkt genau richtig platziert: gutes Essen, ein Glas Wein auf der Terrasse, Blick über die Rebzeilen, während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand. Es war eine Art sanfter Übergang zurück in die „zivilisierte“ Welt, bevor es in wenigen Tagen zurück nach Deutschland gehen sollte.

Der inhaltliche Höhepunkt dieser letzten Etappe war für Callboy Alex jedoch ein Interview-Termin bei Hitradio Namibia, einem der bekanntesten Radiosender des Landes. Ziel des Gesprächs war es, den Hörerinnen und Hörern einen ehrlichen Einblick in meine Arbeit zu geben — jenseits von Klischees, jenseits von reißerischen Schlagzeilen, einfach als das, was es ist: ein Beruf, der Nähe, Vertrauen und Professionalität verbindet. Das Studio war kleiner, als man es sich vielleicht vorstellt, aber die Atmosphäre war von Anfang an warmherzig und neugierig, nicht wertend.

Callboy Alex mit zwei Moderatorinnen im Studio von Hitradio Namibia
Im Studio von Hitradio Namibia — ein Gespräch jenseits von Klischees

Callboy Alex hat über seine Arbeit gesprochen, über die Reaktionen, die er in Deutschland und darüber hinaus erlebt, über Themen wie Nähe, Tabus und besondere Begegnungen — Themen, die sich auch im Titel des offiziellen Radiobeitrags widerspiegeln, der im Nachgang des Interviews online gegangen ist. Es war eines dieser Gespräche, bei denen man merkt, dass die Fragen nicht aus reiner Sensationslust gestellt werden, sondern aus echtem Interesse, auch wenn das Thema in weiten Teilen der Gesellschaft noch immer mit Vorurteilen behaftet ist.

Offizieller Streaming-Dienst
Die Sendung direkt auf iono.fm anhören →

Im Nachgang des Interviews ist auch die offizielle Podcast-Grafik entstanden, die Hitradio Namibia für die Promotion der Episode „Namibia hören“ verwendet hat — mit mir auf einem kunstvoll geschnitzten Holzthron, während im Hintergrund die Sonne über der weiten Landschaft untergeht. Dieses Bild fasst für mich die ganze Reise noch einmal zusammen: ein Moment der Ruhe, eingebettet in die unendliche Weite Namibias, mit dem eigenen Beruf und der eigenen Geschichte als Teil eines größeren Ganzen.

Offizielle Podcast-Grafik Namibia hören by Callboy Alex, Hitradio Namibia
Podcast-Grafik „Namibia hören“ by Callboy Alex — Hitradio Namibia
12 · Der Rückflug

Zwischen Müdigkeit und Dankbarkeit
— zurück nach Deutschland

Achtzehn Tage, dreizehn davon in Namibia, über viertausend Kilometer auf Schotter, Stein und gelegentlich auch Asphalt — und dann sitzt man plötzlich wieder in einem Flugzeugsitz, die Beine ausgestreckt, einen kalten Kaffee in der Hand, und lässt die letzten Wochen noch einmal im Kopf durchlaufen. Der Rückflug ist für Callboy Alex immer eine seltsame Mischung aus Erschöpfung und Dankbarkeit — der Körper ist froh über ein bequemes Bett und eine funktionierende Klimaanlage, der Kopf aber hängt noch an den roten Dünen, den Zebras, dem Geruch von Lagerfeuer und Staub.

Callboy Alex entspannt im Business-Class-Sitz auf dem Rückflug nach Deutschland
Rückflug nach Deutschland — Zeit, die Reise im Kopf noch einmal durchzugehen

Diese Stunden im Flugzeug, mit Kopfhörern auf den Ohren und einem Film im Hintergrund, dem man kaum wirklich folgt, sind für Callboy Alex immer auch eine Art Verarbeitungszeit. Man beginnt, die vielen Eindrücke zu sortieren: Was war das eindrücklichste Erlebnis? Welcher Moment hat sich am tiefsten eingebrannt? Bei dieser Reise fällt mir die Antwort schwerer als sonst, weil es schlicht zu viele starke Momente waren — von der Nashorn-Familie im Damaraland über die stille Weite auf dem Dünenkamm von Sossusvlei bis zum ehrlichen Gespräch im Studio von Hitradio Namibia.

13 · Resümee

Was viertausendsechs Komma vier Kilometer
am Ende wirklich bedeuten

Wenn Callboy Alex versucht, diese achtzehn Tage — dreizehn davon in Namibia, verteilt über fünf Lodges und über viertausend Kilometer Fahrstrecke — in einem einzigen Gedanken zusammenzufassen, lande ich immer wieder bei derselben Erkenntnis: Diese Reise war kein klassischer Urlaub, bei dem man sich erholt, indem man nichts tut. Sie war eine Reise, die einen auf eine andere Art erschöpft und gleichzeitig auf eine andere Art füllt — durch Weite, durch Begegnungen mit Tieren, die man sonst nur aus Dokumentationen kennt, durch Gespräche, die man so intensiv nur unter Menschen führt, die sich wirklich aufeinander einlassen.

Namibia hat uns wunderschöne Momente geschenkt, atemberaubende Tiere gezeigt und uns Sonnenuntergänge beschert, die man so schnell nicht vergisst — von den roten Dünen Sossusvleis über die stille Lagune von Walvis Bay bis zu dem Abend über der Wüste bei Swakopmund. Aber genauso wichtig waren die leiseren Momente: ein Apfel für ein lächelndes Kind, ein ehrliches Gespräch im Radiostudio, die Stille auf einem Dünenkamm, auf dem man für ein paar Minuten ganz bei sich selbst war. Am Ende bleibt genau diese Mischung — große Bilder und kleine Momente — das, was diese Reise für mich so besonders gemacht hat.

Wenn mich jemand fragt, ob ich Namibia weiterempfehlen würde, fällt die Antwort leicht: uneingeschränkt, aber mit einer kleinen Warnung. Wer Komfort, feste Zeitpläne und durchgehenden Handyempfang sucht, wird an manchen Stellen dieser Reise an seine Grenzen kommen. Wer sich dagegen auf Weite, Unplanbarkeit und echte Begegnungen mit Natur und Menschen einlässt, bekommt ein Land zurück, das einen auf eine Weise verändert, die man erst Wochen oder Monate später wirklich versteht. Ich weiß bereits jetzt, dass dies nicht die letzte Reise nach Namibia gewesen sein wird — zu viele Orte, die wir noch nicht gesehen haben, zu viele Begegnungen, die noch auf uns warten.

14 · Das Fahrzeug

Der Toyota Hilux
und das, was eine gute Piste wirklich bedeutet

Ich habe es eingangs schon kurz erwähnt, möchte dem Thema aber noch einmal einen eigenen Absatz widmen, weil es für jede Namibia-Reise schlicht entscheidend ist: das Fahrzeug. Für Callboy Alex war der geliehene Toyota Hilux, mit reichlich eigener Erfahrung des Freundes am Steuer, über die gesamte Reise hinweg so etwas wie ein viertes Mitglied der kleinen Reisegruppe. Hochbeinig, robust, mit Allradantrieb und einer Bodenfreiheit, die einem bei den gröberen Schotterabschnitten mehr als einmal das Leben — oder zumindest die Achse — gerettet hat.

Wie Callboy Alex immer wieder feststellt, unterschätzt, wer Namibia nur von Fotos kennt, leicht, wie unterschiedlich sich die Straßenverhältnisse innerhalb weniger Kilometer verändern können. Zwischen den größeren Städten gibt es durchaus gut ausgebaute Asphaltstraßen, auf denen man zügig vorankommt. Sobald man aber in Richtung eines Nationalparks oder einer abgelegenen Lodge abbiegt, wird aus der Straße binnen kürzester Zeit eine Schotterpiste — mal fest und gut befahrbar, mal von Wellblech-Rillen durchzogen, die das Fahrzeug regelrecht zum Vibrieren bringen, mal von losem Sand, in dem man ohne Allradantrieb schlicht nicht mehr weiterkommt. Insgesamt haben wir auf diesen viertausendsechs Komma vier Kilometern so ziemlich jede Art von Untergrund erlebt, die Namibia zu bieten hat: Asphalt, festen Schotter, losen Sand, steiniges Geröll und an einigen Stellen auch schlicht offenes, unmarkiertes Gelände.

Unser Freund, der einen Großteil der anspruchsvolleren Streckenabschnitte gefahren ist, hat dabei eine Gelassenheit und ein Gefühl für das Fahrzeug an den Tag gelegt, das mich immer wieder beeindruckt hat. Es gibt einen Unterschied zwischen theoretischem Wissen über Geländefahrten und echter, über Jahre erworbener Erfahrung — und dieser Unterschied war auf dieser Reise mehrmals der Faktor, der zwischen einem reibungslosen Weiterkommen und einer Stunde Schaufeln im Sand entschieden hat. Diese Rollenverteilung — er am Steuer in den kritischen Abschnitten, ich und meine Begleitung als Navigatoren, Fotografen und moralische Unterstützung — hat sich im Laufe der Reise wie selbstverständlich eingespielt.

Was Callboy Alex an diesen langen Fahrstunden überrascht hat, war, wie wenig sie sich wie „verlorene Zeit“ angefühlt haben. In Europa verbinden wir lange Autofahrten oft mit Stau, Stress und dem Wunsch, so schnell wie möglich anzukommen. In Namibia war die Fahrt selbst Teil des Erlebnisses — die sich ständig verändernde Landschaft, die Tiere am Straßenrand, die Gespräche im Auto, die Musik, die wir gehört haben, während draußen Kilometer für Kilometer eine neue, oft menschenleere Welt an uns vorbeizog. Diese viertausendsechs Komma vier Kilometer waren am Ende nicht nur eine logistische Zahl, sondern eine Art eigenständiges Reisetagebuch, nur eben auf Rädern statt auf Papier geschrieben.

15 · Tierwelt

Von Springböcken bis Elefanten
— die Vielfalt, die Etosha ausmacht

Die Zebras, die Giraffe im Damaraland und die Nashorn-Familie hat Callboy Alex bereits ausführlich beschrieben — aber Namibias Tierwelt erschöpft sich natürlich nicht in diesen drei Begegnungen. Über die gesamte Reise verteilt haben wir eine Vielzahl an Tieren gesehen, die zusammen ein Bild davon ergeben, wie artenreich dieses Land trotz seiner scheinbaren Kargheit tatsächlich ist. Springböcke, die in kleinen Gruppen über die trockenen Flächen Etoshas sprinten, immer mit diesem typischen, fast tänzerischen Sprung, der ihnen ihren Namen gegeben hat. Oryx-Antilopen, deren gerade, lange Hörner und kontrastreiche Gesichtszeichnung sie zu einem der elegantesten Tiere der Region machen. Strauße, die mit einer fast komischen Würde über die Ebenen schreiten, immer bereit, bei der kleinsten Unruhe in überraschend hohem Tempo das Weite zu suchen.

Auch Elefanten haben wir an einer Wasserstelle in Etosha aus sicherer Entfernung beobachten können — eine kleine Herde, die sich mit einer Ruhe und Koordination durch das Wasser bewegte, die man bei einem derart massigen Tier kaum erwarten würde. Besonders beeindruckend war zu sehen, wie die älteren Tiere die jüngeren beschützend umgaben, während sie trinken und sich abkühlen konnten — ein kleines Lehrstück in Sachen Fürsorge, das einem noch lange im Kopf bleibt.

Was Namibia für Callboy Alex als Reiseland für Tierbeobachtungen so besonders macht, ist nicht nur die Dichte der Tiere, sondern auch die Art, wie man ihnen begegnet. Anders als in manchen stärker frequentierten Safari-Destinationen Ostafrikas, wo man teilweise in Kolonnen von Jeeps um ein einzelnes Löwenrudel herumsteht, waren wir in Etosha und im Damaraland oft über längere Zeit allein mit den Tieren — kein anderes Fahrzeug in Sicht, keine Drängelei um den besten Fotowinkel. Diese Ruhe verändert die Qualität der Begegnung grundlegend: Man beobachtet nicht nur, man wird für einen Moment fast Teil der Szenerie.

16 · Die fünf Lodges

Fünf Orte, fünf Stimmungen
— und doch ein roter Faden

Über die gesamte Reise verteilt hat Callboy Alex mit seiner Reisegruppe in fünf unterschiedlichen Lodges übernachtet, und im Rückblick ist es faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich jede einzelne von ihnen die Stimmung des jeweiligen Reiseabschnitts eingefangen hat. Die erste Lodge, nahe des King-Nehale-Gates am Etosha National Park, war geprägt von dunklem Holz, kräftigen Farben und einer fast schon theatralischen Eleganz — der perfekte Rahmen für den emotional aufgeladenen Tag der Butterfly-Collection-Übergabe. Die Palmwag Lodge im Damaraland hingegen war funktionaler, naturnäher, mit einem Fokus auf die umgebende Landschaft statt auf Innenausstattung — passend zu den rohen, roten Felsformationen, die das Camp umgeben.

Das Strandhotel in Swakopmund bildete den deutlichsten stilistischen Bruch: urban, europäisch geprägt, mit Blick auf den Atlantik statt auf Wüste oder Savanne. Nach den vorangegangenen, naturnäheren Unterkünften hat dieser Wechsel noch einmal verdeutlicht, wie vielschichtig Namibia als Reiseland ist — von abgelegenen Wildnis-Camps bis zu komfortablen Stadthotels, oft nur wenige Fahrstunden voneinander entfernt. Die Lodge am Rand des Namib-Naukluft-Parks bei Sossusvlei schließlich war wieder deutlich einfacher gehalten, mit textilen Segeldächern statt massiver Architektur — ein bewusster Verzicht auf Pomp, der der kargen Schönheit der umgebenden Dünenlandschaft entsprach.

Die letzte Lodge, in den Weinbergen nahe Windhuk, hat den Bogen dann noch einmal zurück zu etwas Zivilisationsnäherem geschlagen — der perfekte Ort, um die letzten Tage der Reise ruhig ausklingen zu lassen, bevor es zurück nach Deutschland ging. Was alle fünf Lodges trotz ihrer Unterschiede verbunden hat, war eine bestimmte Herzlichkeit im Umgang mit den Gästen, die ich auf vielen anderen Reisen in dieser Form vermisse: aufmerksam, aber nicht aufdringlich, professionell, aber mit einer persönlichen Note, die einem das Gefühl gibt, wirklich willkommen zu sein und nicht nur eine weitere Buchungsnummer in einem System zu sein.

17 · Kulinarik

Wildgerichte, Backwaren
und der Geschmack zweier Kontinente

Über Essen hat Callboy Alex in diesem Bericht bisher nur am Rande gesprochen, dabei gehört die namibische Küche für mich zu den unterschätztesten Facetten dieses Landes. Namibia ist, kulinarisch betrachtet, ein ungewöhnlicher Mix: afrikanische Zutaten und Traditionen treffen auf ein deutliches koloniales Erbe, das sich vor allem in Backwaren, Wurstwaren und einer erstaunlich ernst genommenen Kaffeekultur zeigt. In Swakopmund zum Beispiel haben wir in einer kleinen Bäckerei Kuchen und Brot gegessen, die sich von jedem guten süddeutschen Café kaum unterschieden hätten — ein skurriler, aber liebenswerter Kontrast zur umgebenden Wüstenlandschaft.

Gleichzeitig ist Wildfleisch in Namibia allgegenwärtig und von einer Qualität, die man in Europa selten findet. Springbock, Kudu und Oryx stehen auf nahezu jeder Speisekarte, meist schlicht zubereitet, über offenem Feuer gegrillt oder als kräftiger Eintopf, der nach einem langen Tag auf der Piste genau richtig kommt. Es gibt eine bestimmte Bescheidenheit in der namibischen Küche, die mir sehr gefallen hat: kein unnötiger Schnickschnack, keine überladenen Teller, sondern ehrliche, handwerklich saubere Gerichte, die genau das liefern, was man nach einem Tag in der Hitze und im Staub braucht.

In den Lodges wiederum war die Qualität durchgängig hoch, oft mit einem überraschend internationalen Anspruch — von frischem Fisch an der Küste bis zu sorgfältig komponierten Mehrgang-Menüs in den etwas gehobeneren Häusern nahe Windhuk. Was mich dabei am meisten beeindruckt hat, war weniger die Raffinesse einzelner Gerichte als die Konsistenz: Selbst in den entlegensten Lodges, weit entfernt von jeder größeren Stadt, haben wir kein einziges Mal schlecht gegessen. Das sagt viel über den Anspruch aus, mit dem Tourismus in Namibia betrieben wird — nicht als notwendiges Übel, sondern als Branche, in der man sich sichtbar Mühe gibt, Gäste wirklich gut zu versorgen.

Auch der Wein, den Callboy Alex in den letzten Tagen der Reise in den Weinbergen nahe Windhuk probiert hat, hat ihn positiv überrascht. Namibias Weinbau steht im Vergleich zu bekannteren Regionen wie dem benachbarten Südafrika zwar noch am Anfang, aber die Ergebnisse, die wir probieren konnten, waren erfreulich ausgereift — ein weiteres kleines Puzzleteil in dem Bild eines Landes, das in nahezu jeder Hinsicht mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick erwarten würde.

18 · Was bleibt

Was diese Reise
mit mir und meiner Arbeit gemacht hat

Callboy Alex hat schon oft betont, wie sehr seine Arbeit von echter Präsenz lebt — von der Fähigkeit, sich ganz auf einen Moment und einen Menschen einzulassen, ohne Ablenkung, ohne halbe Aufmerksamkeit. Diese Reise durch Namibia hat mir diese Fähigkeit noch einmal auf eine Weise trainiert, die ich so nicht erwartet hatte. Wenn man stundenlang über eine schnurgerade Piste fährt, ohne Handyempfang, ohne Benachrichtigungen, nur mit der Landschaft und den Menschen im Auto, lernt man fast automatisch wieder, wirklich zuzuhören, wirklich hinzusehen, wirklich da zu sein.

Diese Art von erzwungener Entschleunigung hat auf Callboy Alex wie eine Art Reset gewirkt, der weit über die eigentliche Reise hinausreicht. Ich merke es jetzt, einige Tage nach der Rückkehr, in kleinen Dingen: einem Gespräch, dem ich aufmerksamer folge als sonst. Einem Moment der Stille, den ich nicht sofort mit dem Handy fülle. Einer gewissen Gelassenheit, die sich eingeschlichen hat, seit ich auf einem Dünenkamm in Sossusvlei für ein paar Minuten einfach nur geatmet und geschaut habe, ohne an irgendetwas anderes zu denken.

Auch für seine Arbeit mit Gästen nimmt Callboy Alex aus dieser Reise etwas Konkretes mit: die Erinnerung daran, wie viel ein Mensch bedeutet, der wirklich präsent ist — sei es ein Guide im Damaraland, der uns mit unglaublicher Geduld und Aufmerksamkeit an die Nashörner herangeführt hat, sei es eine Moderatorin im Studio von Hitradio Namibia, die mit echter Neugier zugehört hat, statt nur die nächste Frage abzuarbeiten. Präsenz ist ansteckend. Wenn man sie einmal in dieser Konzentration erlebt hat, möchte man sie auch selbst wieder stärker leben — im eigenen Alltag, in den eigenen Begegnungen, in der eigenen Arbeit.

Namibia war für mich am Ende mehr als nur eine schöne Reise mit schönen Fotos. Es war eine Erinnerung daran, wie sich echte, unverstellte Zeit anfühlt — zusammen mit Menschen, die mir wichtig sind, inmitten einer Landschaft, die einen auf eine fast demütige Art daran erinnert, wie klein man selbst eigentlich ist und wie viel größer die Welt, die man gerade erst zu entdecken beginnt.

19 · Nachts in der Wüste

Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung
— ein Blick, der einen klein macht

Was in einem Reisebericht über Namibia leicht untergeht, weil es sich kaum fotografieren lässt, ist für Callboy Alex der nächtliche Himmel. Namibia gehört zu den Ländern mit der geringsten Lichtverschmutzung weltweit, und das merkt man vor allem abseits der größeren Städte sofort. In Damaraland und bei Sossusvlei haben wir Abende erlebt, an denen man nach Sonnenuntergang einfach nur den Kopf in den Nacken legen musste, um einen Sternenhimmel zu sehen, der in Europa inzwischen fast ausgestorben ist — die Milchstraße als klar erkennbares Band über dem gesamten Horizont, unzählige Sterne, die man sonst nie mit bloßem Auge sehen würde, und dazwischen immer wieder Sternschnuppen, die fast beiläufig über den Himmel ziehen.

Einer der Guides im Damaraland hat uns an einem solchen Abend ein paar der wichtigsten Sternbilder gezeigt, die von der südlichen Hemisphäre aus sichtbar sind — Konstellationen, die für uns als Mitteleuropäer ungewohnt und gerade deshalb faszinierend waren. Das Kreuz des Südens, das in dieser Klarheit kaum zu übersehen ist. Die Magellanschen Wolken, zwei benachbarte Galaxien, die man von Deutschland aus niemals sehen könnte. In solchen Momenten wird einem noch einmal auf sehr direkte Weise klar, wie klein der eigene Alltag, die eigenen Sorgen und selbst die eindrucksvollsten Erlebnisse dieser Reise im Vergleich zu den Dimensionen sind, die sich über einem auftun, sobald man den Blick nach oben richtet.

Wir haben an mehreren Abenden einfach nur auf der Terrasse oder im Sand gesessen, ohne viele Worte, und den Himmel betrachtet. Diese stillen, fast andächtigen Momente gehören für mich zu den wertvollsten der gesamten Reise, auch wenn sie sich in keinem Foto festhalten lassen und in keiner Statistik auftauchen. Sie haben etwas mit der Reise gemacht, das sich schwer in Worte fassen lässt: eine Art stiller Dankbarkeit, ein Gefühl von Verbindung — nicht nur zu den Menschen, mit denen ich diese Reise geteilt habe, sondern zu etwas viel Größerem, das uns alle umgibt, ob wir es im Alltag wahrnehmen oder nicht.

Diese nächtlichen Momente haben die Reise für Callboy Alex auf eine Weise abgerundet, die ich vorher nicht erwartet hatte. Die Tage gehörten den Tieren, den Landschaften, den Begegnungen mit Menschen. Die Nächte gehörten einer Art kosmischer Perspektive, die einen daran erinnert, dass alles, was uns im Alltag so wichtig erscheint — Termine, Erwartungen, Status — unter einem Himmel wie diesem erfreulich klein wird. Genau diese Verschiebung der Perspektive ist es, die ich mir von jeder größeren Reise wünsche, und die Namibia mir in dieser Hinsicht in einem Ausmaß geschenkt hat, das ich so nicht erwartet hatte.

Kurz beantwortet

Wie reist man als Paar oder zu dritt am besten durch Namibia?

Am besten mit einem geländetauglichen Mietwagen, ausreichend Zeitpuffer zwischen den Stationen und mindestens einer Person an Bord, die bereits Erfahrung mit Schotterpisten hat. Wer sich die Fahrstrecken aufteilen kann, kommt entspannter an und hat mehr Energie für die eigentlichen Erlebnisse vor Ort.

Welche Region Namibias eignet sich für Tierbeobachtungen am besten?

Etosha bleibt der verlässlichste Ort für dichte Tierbeobachtungen, gerade rund um die Wasserstellen. Wer zusätzlich Nashörner in freier Wildbahn erleben möchte, sollte eine geführte Tour im Damaraland einplanen — dort sind die Chancen auf echte Begegnungen deutlich höher als in den meisten anderen Regionen des Landes.

Lohnt sich ein Stopp an der Skeleton Coast wirklich?

Ja, gerade weil er so anders ist als der Rest der Reise. Die Skeleton Coast bietet keine klassische Urlaubsromantik, sondern eine raue, fast endzeitliche Schönheit — Schiffswracks, kalter Nebel, graue See. Genau dieser Kontrast macht den Küstenabschnitt zu einem der einprägsamsten Programmpunkte.

Was war für Callboy Alex der emotionalste Moment dieser Reise?

Mehrere Momente kommen in Frage — die Übergabe der Butterfly Collection am King Nehale Gate, die Nashorn-Familie im Damaraland, die Stille auf dem Dünenkamm bei Sossusvlei. Am Ende war es eher die Summe dieser Momente, nicht ein einzelner, die diese Reise so besonders gemacht hat.

Häufige Fragen

Warst du auf dieser Reise allein unterwegs, Alex?

Nein, ausdrücklich nicht. Diese Reise habe ich bewusst mit meiner Begleitung und einem guten Freund als Fahrer unternommen. Gerade die gemeinsame Zeit, die Gespräche und die geteilten Eindrücke haben diese achtzehn Tage zu etwas gemacht, das deutlich über einen reinen Reisebericht hinausgeht.

Wie passt eine Reise wie diese zu deiner Arbeit als Callboy?

Sehr gut, auch wenn das auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist. Präsenz, echte Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, sich auf einen Moment einzulassen — genau das trainiert eine Reise wie diese, und genau das bringe ich auch in meine Begegnungen mit meinen Gästen ein.

Warum hast du das Interview bei Hitradio Namibia gegeben?

Weil ich die Chance, meine Arbeit einem neuen, internationalen Publikum ehrlich und ohne Klischees vorzustellen, nicht ungenutzt lassen wollte. Das Gespräch war offen, respektvoll und neugierig — genau die Art von Austausch, die ich mir für dieses Thema in der Öffentlichkeit wünsche.

Begleitest du auch Gäste auf Reisen, nicht nur in Nürnberg?

Ja, das gehört zu meiner Arbeit dazu. Ob Städtetrip, Wochenende oder eine längere Reise — wenn du dir eine besondere Zeit mit mir vorstellen kannst, sprich mich einfach über meine Buchungsseite an, und wir finden gemeinsam heraus, was möglich ist.

Was Gäste über gemeinsame Zeit mit mir sagen

★★★★★
„Alex bringt eine Präsenz mit, die man selten findet — egal ob beim Dinner in Nürnberg oder, wie ich gehört habe, mitten in der namibischen Wüste.“
— Google-Bewertung
★★★★★
„Diskret, aufmerksam, mit einem echten Interesse an der Person gegenüber. Genau diese Qualität liest man auch aus seinen Reiseberichten heraus.“
— Google-Bewertung
Callboy Alex — buchbar in der DACH-Region & weltweit:
Nürnberg München Ganz Deutschland Österreich Schweiz Europa & international

Kommentare

Melanie: Die Bilder von den Dünen sind unglaublich. War das wirklich so leer dort?
Jonas K.: Das Interview bei Hitradio Namibia war richtig gut gemacht, hab's mir direkt angehört.
Sabine: Die Geschichte mit dem Nashorn hat mich richtig berührt. Danke für die ehrlichen Einblicke, Alex.
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Achtzehn Tage, dreizehn davon in Namibia, viertausendsechs Komma vier Kilometer auf Asphalt, Schotter und Sand, fünf Lodges, unzählige Tiere und mindestens genauso viele gute Gespräche. Wenn ich auf diese Reise zurückblicke, ist es nicht die Zahl, die mir im Kopf bleibt, sondern das Gefühl: Dankbarkeit, Demut gegenüber einem Land, das größer ist als jede Erwartung, und die stille Gewissheit, dass manche Erfahrungen sich nicht in Worte oder Fotos übersetzen lassen, egal wie sehr man es versucht.

Namibia hat Callboy Alex wunderschöne Momente geschenkt, atemberaubende Tiere gezeigt und Sonnenuntergänge beschert, die er so schnell nicht vergessen wird. Aber vor allem hat diese Reise mir noch einmal gezeigt, wie wertvoll es ist, solche Erlebnisse mit Menschen zu teilen, die einem wichtig sind — und wie viel echte, gute Zeit entstehen kann, wenn man sich gegenseitig wirklich wahrnimmt, egal ob am Lagerfeuer, auf einem Dünenkamm oder im Studio eines Radiosenders am anderen Ende der Welt.

Das ist immer meine persönliche Meinung. Sie soll nicht aufdringlich sein und nicht gegen Richtlinien verstoßen. Wenn es jemanden verletzt, tut es mir sehr leid — wenn es jemandem gefällt, dann freue ich mich sehr.
— Euer Callboy Alex

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1 Kommentar:

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