Archiv Blog Callboy Alex

Beliebte Posts

Freitag, 23. Oktober 2026

Venus Berlin 2026: Callboy Alex live bei Maison Tabou, Orion & Co.

Venus Berlin 2026, Teil 1: Meine Eindrücke als Callboy Alex | Maison Tabou, Orion & mehr
Messebericht · Lesezeit ca. dreiundzwanzig Minuten · Berlin
Messebericht · Venus Berlin · Teil 1

Venus Berlin 2026, Teil 1 – Callboy Alex bei Maison Tabou,
Orion
und jede Menge echter Begegnungen

29. Ausgabe seit 1997 250+ Aussteller 40 Länder 30.000+ Besucher
Kurz & knapp: Vier Tage Venus Berlin 2026 auf dem Messegelände unterm Funkturm — 250+ Aussteller aus 40 Ländern, über 30.000 Besucher, der Stand von Maison Tabou, eine gemeinsame Showtime mit Orion und jede Menge echte Begegnungen abseits der großen Bühne.
01 · Ankunft

Vier Tage, ein Funkturm —
und gefühlt die halbe Erotikwelt an einem Ort

Vier Tage, ein Funkturm, und gefühlt die halbe Erotik-Welt an einem Ort: Das ist die Venus Berlin, und ich war mittendrin. Ich schreibe diesen Beitrag noch mit dem Messe-Trubel in den Ohren, mit Eindrücken, die ich erst sortieren musste, bevor ich sie aufschreiben konnte. Denn so eine Messe wie die Venus lässt sich schwer in einem Satz zusammenfassen. Sie ist laut, bunt, ehrlich, manchmal überraschend zärtlich und an anderen Stellen roh und direkt. Genau diese Mischung macht sie für mich als Callboy so spannend.

Ich war nicht zum ersten Mal auf einer Fachmesse der Branche, aber die Venus hat eine ganz eigene Energie. Sie ist nicht nur ein Schaufenster für Produkte, sondern auch ein Ort, an dem Menschen aufeinandertreffen, die sich sonst selten über den Weg laufen: Hersteller und Models, Journalistinnen und Fans, Fetisch-Enthusiasten und ganz normal neugierige Besucher, die einfach mal reinschnuppern wollen. In diesem Beitrag nehme ich dich mit – durch die Hallen, zu den wichtigsten Ständen, in den Kinky-Bereich, auf die Showbühne und am Ende auch ein Stück weit zu mir selbst. Denn so eine Messe wirft auch die Frage auf, was mein eigener Beruf als Begleiter eigentlich mit dieser ganzen Industrie zu tun hat – und was ihn davon unterscheidet.

Was diese Messe außerdem besonders macht, ist ihre Internationalität. Rund um mich herum hörte ich in den vier Tagen ein Sprachgewirr aus Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und vielen weiteren Sprachen – ein Zeichen dafür, dass die Venus längst nicht mehr nur ein deutsches, sondern ein gesamteuropäisches und zunehmend globales Publikum anzieht. Aussteller aus 40 Ländern bedeutet eben auch 40 verschiedene kulturelle Blickwinkel auf Themen wie Erotik, Fetisch und Körperlichkeit, die hier für vier Tage friedlich nebeneinander existieren.

Venus 2026 Showtime-Ankündigung: Maison Tabou x Orion mit Callboy Alex und David auf der Venus-Bühne in Berlin
Die offizielle Showtime-Ankündigung: Maison Tabou x Orion auf der Venus-Bühne
Offizielles Venus-Keyvisual mit Ticket-Hinweis und Messegelände Berlin
Das offizielle Venus-Keyvisual
02 · Die Venus in Zahlen

Seit 1997, 29 Ausgaben —
was die Venus eigentlich ist

Bevor ich von meinen eigenen Eindrücken erzähle, ein paar Fakten, die mir selbst erst im Vorfeld richtig bewusst wurden. Die Venus in Berlin gibt es nicht erst seit gestern – sie findet bereits seit 1997 statt, Jahr für Jahr, und 2026 war sie zum 29. Mal am Start. Damit ist sie eine der ältesten und zugleich größten Fachmessen ihrer Art weltweit. Austragungsort ist das Messegelände Berlin direkt unter dem Funkturm, am Hammarskjöldplatz – ein Gelände, das sonst eher für Technikmessen oder die Grüne Woche bekannt ist und für vier Tage komplett in eine andere Welt verwandelt wird.

Die Zahlen, die dahinterstehen, sind beeindruckend: Mehr als 250 Aussteller aus rund 40 Ländern zeigen hier ihre Produkte, dazu kommen über 30.000 Besucherinnen und Besucher – darunter Fachpublikum, Medienvertreter aus aller Welt und ganz normale Privatbesucher, die sich einen Tag lang durch die Hallen treiben lassen wollen. Der Eintritt an der Tageskasse liegt bei 70 Euro, das Gelände ist barrierefrei zugänglich, und wer mit Bus oder Bahn anreist, landet direkt vor der Tür – U2 bis Theodor-Heuss-Platz oder S-Bahn bis Messe Nord/ZOB, beides nur wenige hundert Meter entfernt.

Was die Venus von einer reinen Verbrauchermesse unterscheidet, ist ihre klare Aufteilung in verschiedene Themenwelten. Es gibt die klassische Shopping-Area, in der Hersteller und Großhändler ihre Neuheiten präsentieren – von Lovetoys über Dessous bis hin zu Möbeln, Kunst und Einrichtungsgegenständen, die mit dem Thema Erotik spielen. Direkt daneben liegt die Kinky Area, in der es um Lack, Leder und neue Fetisch-Mode geht. Es gibt einen eigenen Queer Space mit Produkten, Dienstleistungen und Bühnenauftritten für die queere Community. Und es gibt einen separaten Business-Bereich, der nur für Fachbesucher zugänglich ist – mit Vorträgen und Panels zu aktuellen Branchenthemen, abseits des bunten Trubels der Publikumshallen. Am ersten Messetag werden außerdem die Venus Awards verliehen, die wichtigste Auszeichnung der europäischen Erotikbranche, allerdings nur für geladene Gäste. Auf der großen Showbühne dagegen läuft das Programm für alle: durchgehend Auftritte von Stars der Branche, Tanz- und Fetisch-Performances, Interviews und spontane Showeinlagen.

Das allein erklärt schon, warum die Venus so eine Strahlkraft hat. Sie ist eben nicht nur B2B-Messe für den Fachhandel, sondern gleichzeitig ein Publikumsevent, auf dem sich ganz unterschiedliche Welten begegnen. Genau diese Mischung – seriöses Business auf der einen, pure Leidenschaft und Show auf der anderen Seite – macht sie zu etwas Besonderem in der europäischen Erotik-Landschaft.

Offizielles Venus-Keyvisual mit Ticket-Hinweis und Messegelände Berlin
Das offizielle Venus-Keyvisual
03 · Erster Eindruck

Neonlicht, Leder, Parfum —
mein erster Eindruck von den Hallen

Schon beim Betreten der Hallen merkt man: Hier wird nichts kleingeschrieben. Überall Neonlicht, große Markenstände, Musik, die aus mehreren Richtungen gleichzeitig kommt, und ein Publikum, das sich in seiner ganzen Bandbreite zeigt – von dezent gekleideten Fachbesuchern mit Lanyard um den Hals bis zu Gästen in aufwendigen Lack- und Latex-Outfits, die selbst schon wie wandelnde Kunstwerke wirken. Diese Mischung aus Business-Ernsthaftigkeit und schillernder Selbstdarstellung ist typisch für die Venus, und sie sorgt dafür, dass man als Besucher nie weiß, was als Nächstes um die Ecke kommt.

Ich erinnere mich an den Moment, als ich das erste Mal durch die große Haupthalle gegangen bin: Rechts ein Stand mit edlen Dessous-Kollektionen, links ein meterhoher Aufbau mit pinkem Neonschriftzug, dahinter eine Bühne, auf der gerade eine Performance beginnt. Dazwischen Menschen, die sich fotografieren lassen, Interviews geben, Visitenkarten tauschen oder einfach nur staunend durch die Gänge schlendern. Die Lautstärke, die Lichter, die Gerüche von Leder, Parfum und Nebelmaschine – all das ergibt eine Sinnesüberflutung, die man erstmal verarbeiten muss, bevor man wirklich ankommt.

Was mir besonders aufgefallen ist: Trotz der Reizüberflutung wirkt die Messe nie chaotisch oder unübersichtlich. Die Hallen sind klar in Themenwelten unterteilt, die Beschilderung ist gut, und man findet sich schnell zurecht – egal ob man gezielt zu einem bestimmten Stand will oder einfach nur durch die Gänge treiben möchte, um sich inspirieren zu lassen. Gerade für jemanden wie mich, der selbst aus der Branche kommt, aber eher auf der persönlichen, zwischenmenschlichen Seite unterwegs ist, war es spannend zu sehen, wie professionell und durchorganisiert dieses Universum funktioniert, das von außen oft nur auf seine schrillste Oberfläche reduziert wird.

Callboy Alex am Stand von Maison Tabou auf der Venus Berlin 2026
Direkt nach der Ankunft am Stand von Maison Tabou
04 · Die Aussteller

Von Orion bis zur Kinky Area —
die wichtigsten Aussteller und Bereiche

Bei über 250 Ausstellern aus 40 Ländern kann ich hier natürlich keine vollständige Liste liefern – dafür würde dieser Beitrag locker das Zehnfache an Länge brauchen. Aber ein paar Namen und Bereiche, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind und die Besuchern der Venus 2026 garantiert begegnet sind, möchte ich herausgreifen.

Kaum ein Name ist in der deutschen Erotikbranche so präsent wie Orion. Der Flensburger Versandhändler zählt zu den größten Playern Europas und ist auf der Venus praktisch immer mit von der Partie – sei es über eigene Stände, Kooperationen mit anderen Marken oder als Partner bei Showformaten. Auch auf dieser Ausgabe war die Marke an mehreren Stellen sichtbar präsent, unter anderem bei einer Bühnenshow, bei der Orion gemeinsam mit einem weiteren Aussteller auftrat – dazu gleich mehr.

Neben den großen, etablierten Marken ist die Shopping-Area das Herzstück für alle, die sich einfach durch Neuheiten wühlen wollen: Lovetoys in allen erdenklichen Formen und Funktionen, Dessous- und Modelabels aus ganz Europa, aber auch ungewöhnlichere Aussteller, die Möbelstücke, Kunstobjekte und Wohnaccessoires mit erotischem Twist zeigen. Es ist faszinierend zu sehen, wie breit das Spektrum mittlerweile geworden ist – längst nicht mehr nur „Sexshop-Ware“, sondern Design, Handwerk und manchmal fast schon Galerie-Kunst.

Gleich daneben liegt die Kinky Area, die sich ganz dem Thema Fetisch widmet – Lack, Leder, Latex, Bondage-Zubehör, aber auch kleinere, oft sehr hochwertig verarbeitete Manufakturen, die mit viel Liebe zum Detail arbeiten. Hier trifft man auf Designerinnen und Designer, die ihre Kollektionen selbst vorführen, auf Models, die die Outfits tragen, und auf ein Publikum, das sich für diese Ästhetik und das Handwerk dahinter wirklich begeistert.

Ein weiterer Bereich, der mir positiv aufgefallen ist, ist der Queer Space – eine eigene Halle, die Produkten, Dienstleistungen und vor allem Bühnenauftritten aus der queeren Community gewidmet ist. Gerade weil die Erotikbranche historisch oft sehr heteronormativ gedacht wurde, finde ich es wichtig und überfällig, dass die Venus hier einen klar sichtbaren, eigenen Raum schafft.

Und dann gibt es noch den Business-Bereich, den die meisten Privatbesucher gar nicht zu Gesicht bekommen: eine eigene Halle nur für Fachbesucher, mit Panels und Vorträgen zu aktuellen Themen der Branche – von Marktentwicklungen über rechtliche Fragen bis hin zu neuen Vertriebswegen. Das zeigt noch einmal, wie zweigeteilt die Venus eigentlich ist: schillernde Publikumsshow auf der einen, knallharte Branchenarbeit auf der anderen Seite.

Spannend fand ich auch, wie stark sich in diesem Jahr der Trend zu Body-Positivity und Diversität in den Kollektionen vieler Aussteller zeigte: Dessous- und Lingerie-Marken, die ihre Kollektionen in deutlich mehr Größen und für unterschiedlichste Körpertypen präsentierten, als man das noch vor einigen Jahren gesehen hätte. Auch im Bereich Lovetoys war ein klarer Trend zu erkennen: weniger grelle Neonfarben und Spielzeug-Optik, dafür mehr dezentes, hochwertiges Design, das sich fast wie ein Beauty- oder Wellness-Produkt präsentiert. Diese Entwicklung passt zu etwas, das mir auch in meiner eigenen Arbeit immer wichtiger wird: Lust und Begehren werden zunehmend selbstverständlicher, hochwertiger und weniger klischeebehaftet gedacht und gestaltet – auf der Produktseite genauso wie im persönlichen Umgang miteinander.

Model in aufwendigem Lack-Look in der Kinky Area der Venus Berlin 2026
Lack, Leder und jede Menge Selbstbewusstsein in der Kinky Area
05 · Maison Tabou

Rote Vorhänge, große Bühne —
mein persönliches Highlight

Wenn ich einen einzelnen Stand herausgreifen müsste, der mir am meisten im Kopf geblieben ist, dann ist es ganz klar Maison Tabou. Schon optisch sticht der Stand sofort heraus: dunkle, fast schon theatralische Kulisse, tiefrote Samtvorhänge, die wie der Eingang zu einem exklusiven Boudoir wirken, dazu ein großer Bildschirm, auf dem in Dauerschleife stimmungsvolle Aufnahmen in Rot- und Violetttönen laufen. Es fühlt sich weniger an wie ein klassischer Messestand und mehr wie das Entrée zu einem exklusiven Club – genau diese Inszenierung macht Maison Tabou für mich zu einem der stilvollsten Auftritte der gesamten Messe.

Ich hatte das Vergnügen, direkt am Stand dabei zu sein, gemeinsam mit anderen Gästen und Branchenkollegen. Die Atmosphäre dort war angenehm persönlich – man kam schnell ins Gespräch, es wurde gelacht, fotografiert, es gab die eine oder andere spontane kleine Showeinlage direkt vor Ort. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Begegnung mit Volker, dem Kandidatenbetreuer, der gemeinsam mit mir, Callboy Alex, am Stand war – wir haben ein Foto gemacht, uns über die Messe, die Branche und meinen Beruf unterhalten, und genau solche Begegnungen sind es, die eine Messe wie diese für mich erst wirklich lebendig machen. Es ist ein Unterschied, ob man online über Callboy Alex liest, oder ob man an einem Stand wie diesem gemeinsam vor der Kamera steht, die Hand schüttelt und ein paar Minuten ehrlich miteinander spricht.

Auf der großen Venus-Bühne gab es außerdem eine eigene Showtime-Ankündigung unter dem Motto „Maison Tabou x Orion“ – ein gemeinsamer Programmpunkt der beiden Marken auf der Venus-Bühne, bei dem auch ich mit von der Partie war. Solche Kooperationen zwischen etablierten Marken und Personen aus der Szene zeigen, wie eng vernetzt diese Branche mittlerweile ist: Hersteller, Models, Content-Creator und Begleiter wie ich arbeiten zunehmend zusammen, statt nebeneinanderher zu existieren. Für mich persönlich war dieser Programmpunkt ein schönes Beispiel dafür, wie viel Spaß es machen kann, die eigene Arbeit auch mal auf einer großen Bühne, vor Publikum und mit einer Portion Showbusiness zu präsentieren – ein völlig anderer Rahmen als meine sonst sehr persönlichen, diskreten Begegnungen im Alltag.

Volker, Kandidatenbetreuer, mit Callboy Alex am Maison-Tabou-Stand auf der Venus Messe Berlin
Volker, Kandidatenbetreuer, mit Callboy Alex am Maison-Tabou-Stand
06 · Die Bühne

Lack, Leder, Scheinwerferlicht —
das Programm auf der Bühne

Wer nur einmal kurz an der großen Showbühne vorbeigeschlendert ist, bekommt schon eine Ahnung davon, wie dicht das Programm auf der Venus getaktet ist. Von früh bis spät wechseln sich dort verschiedenste Formate ab: Tanz-Performances, Fetisch-Shows mit aufwendigen Kostümen, Interviews mit bekannten Gesichtern der Branche, Produktpräsentationen, die bewusst als kleine Inszenierung aufgezogen werden, und immer wieder spontane Auftritte, die so gar nicht im offiziellen Zeitplan standen.

Besonders eindrücklich fand ich, wie unterschiedlich die einzelnen Programmpunkte in ihrer Tonalität waren. Mal ging es verspielt und humorvoll zu, mit Moderation, die das Publikum direkt einbezogen hat. Dann wieder folgten Performances, die deutlich ernster und künstlerischer inszeniert waren – mit Choreografie, Lichtdesign und einer fast schon tänzerischen Qualität, die man in diesem Umfeld vielleicht nicht sofort erwartet hätte. Gerade dieser Wechsel zwischen leichtfüßiger Unterhaltung und durchdachter Performance-Kunst macht die Bühne der Venus so sehenswert.

Die Kinky Area wiederum lebt weniger von der großen Bühnenshow als vielmehr von kleinen, sehr nahbaren Momenten direkt an den Ständen. Models präsentieren Lack- und Lederkollektionen im direkten Gespräch mit Besuchern, probieren Stücke live an, erklären Materialien und Verarbeitung. Wer sich für die Fetisch-Szene interessiert, bekommt hier nicht nur Produkte zu sehen, sondern auch einen echten Einblick in die Ästhetik und Kultur dahinter – inklusive der Menschen, die diese Mode mit sichtlicher Leidenschaft tragen und leben.

Auch der Queer Space hat sein eigenes kleines Bühnenprogramm, mit Auftritten von Künstlerinnen und Künstlern aus der Community – oft politischer, pointierter und mit einer klaren Botschaft versehen, die über reine Unterhaltung hinausgeht. Es ist ein Bereich, der zeigt, dass die Venus längst mehr ist als eine reine Verkaufsmesse: Sie bietet auch Raum für Haltung, für Sichtbarkeit und für Themen, die in der breiten Öffentlichkeit noch viel zu selten diskutiert werden.

Und zwischen all diesen offiziellen Programmpunkten gibt es die vielen kleinen, inoffiziellen Showmomente: spontane Fotosessions vor besonders aufwendigen Ständen, kurze Tanzeinlagen, wenn gerade die richtige Musik läuft, Gruppen, die sich für ein gemeinsames Erinnerungsfoto zusammenfinden. Genau diese Unmittelbarkeit – nichts ist bis ins letzte Detail durchgeplant, vieles entsteht einfach im Moment – macht für mich einen großen Teil des Reizes dieser Messe aus.

Performerin mit Gerte und aufwendigem Lack-Kostüm bei einer Live-Show auf der Venus-Bühne
Eine der Live-Performances auf der großen Showbühne
07 · Die Menschen

Gesichter hinter der Messe —
hautnah erlebt

So beeindruckend die Stände, die Technik und die Shows auch sind: Am Ende sind es für mich immer die Menschen, die eine Messe wie die Venus wirklich ausmachen. Und hier zeigt sich die Vielfalt der Branche vielleicht am deutlichsten. Ich habe in den vier Tagen mit Ausstellerinnen und Ausstellern gesprochen, die seit Jahrzehnten in der Branche sind und ganze Firmengeschichten erzählen können. Ich habe mich mit Models unterhalten, die aus ganz Europa angereist sind, um ihre Arbeit zu zeigen. Ich habe mit Fans gesprochen, die extra für ein Treffen mit mir zur Messe gekommen sind – manche schüchtern und aufgeregt, andere ganz entspannt und neugierig, wie der Mensch hinter dem Online-Profil im echten Leben eigentlich so ist.

Eine Begegnung, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war ein längeres Gespräch mit einer Ausstellerin an einem der kleineren Stände, direkt vor Plakaten für kommende Club-Events wie Silvester-Partys und thematische Nächte. Wir haben über die Entwicklung der Branche gesprochen, über das Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Stigmatisierung, über die Frage, warum so viele Menschen immer noch Berührungsängste haben, obwohl Themen wie Lust, Fetisch und bezahlte Begleitung längst Teil der gesellschaftlichen Realität sind. Solche Gespräche sind für mich mindestens genauso wertvoll wie jede Show auf der großen Bühne, weil sie zeigen, wie reflektiert und selbstbewusst viele Menschen in dieser Branche mittlerweile über ihre eigene Arbeit sprechen.

Auch die Fotos, die während der Messe entstanden sind, erzählen genau diese Geschichte: ein Schnappschuss mit Volker, dem Kandidatenbetreuer, direkt am Maison-Tabou-Stand, ein Bild zusammen mit einem anderen Messebesucher vor der großen Bühnenkulisse, dazwischen immer wieder Begegnungen mit Models in aufwendigen Lack- und Latex-Outfits, die bereitwillig für ein Foto posieren und dabei genauso freundlich und offen sind wie alle anderen auf dem Gelände. Diese Mischung aus Glamour und Bodenständigkeit, aus Show und echtem Gespräch, ist es, die die Venus für mich von vielen anderen Events unterscheidet.

Was mich dabei immer wieder beeindruckt: Trotz der teils sehr freizügigen und expliziten Ästhetik, die man auf dieser Messe überall sieht, ist die Grundstimmung erstaunlich respektvoll. Man begegnet sich auf Augenhöhe, fragt nach, bevor man ein Foto macht, hört einander zu. Für eine Branche, die von außen oft nur über Klischees wahrgenommen wird, ist das eine wichtige Erfahrung – und einer der Gründe, warum ich diese Messe jedem ans Herz legen würde, der neugierig ist, aber auch ein bisschen Respekt vor dem Unbekannten hat.

Callboy Alex im Gespräch mit einer Ausstellerin auf der Venus Berlin 2026
Im Gespräch mit einer Ausstellerin — über die Branche, Respekt und Grenzen
08 · Medien & Reichweite

Kameras, Mikrofone, Reichweite —
die Venus als Bühne für die Presse

Was mir in diesem Jahr besonders aufgefallen ist: Die Venus ist längst nicht mehr nur ein Branchenevent für Insider, sondern auch ein gefragtes Ziel für klassische Medien. Immer wieder sah ich Kamerateams durch die Hallen ziehen, Mikrofone, die Besuchern und Ausstellern unter die Nase gehalten wurden, und Fotografen, die versuchten, die schillerndsten Momente einzufangen. Senderlogos wie RTL+ und RTLZWEI waren an mehreren Stellen präsent – sei es über eigene Bildschirme, Kooperationen mit Ausstellern oder Interviewtermine direkt vor Ort.

Für mich persönlich war das kein neues Terrain: Aus meiner eigenen Arbeit mit der Presse – von Zeitungsinterviews über Podcasts bis hin zu TV-Formaten – kenne ich den Umgang mit Kameras und Mikrofonen gut. Trotzdem fühlt es sich auf einer Messe wie der Venus noch einmal anders an, weil hier nicht ein einzelnes Interview im Mittelpunkt steht, sondern eine ganze Industrie gleichzeitig im Rampenlicht. Mehrere Medienhäuser filmen parallel, Influencer und Content-Creator produzieren ihre eigenen Beiträge direkt vor Ort, und über allem schwebt ein Netz aus Social-Media-Aktivität, die während der vier Messetage in Echtzeit entsteht. Ich selbst habe mehrere Fotos und kurze Clips direkt von der Messe über meinen eigenen Kanal geteilt, unter anderem auch, um zu zeigen, mit welchen Marken und Formaten ich dort unterwegs war und wo man mich in der aktuellen Berichterstattung rund um Orion, RTL+ und RTLZWEI finden konnte.

Diese Medienpräsenz hat auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion: Sie holt ein Thema, über das lange Zeit nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wurde, sichtbar in den Mainstream. Wenn ein großer Fernsehsender über die Venus berichtet, normalisiert das ein Stück weit das, was auf dieser Messe gezeigt wird – Lust, Fetisch, Körperlichkeit, aber eben auch Handwerk, Unternehmertum und echte menschliche Geschichten dahinter. Genau das versuche ich mit meiner eigenen Presse- und Medienarbeit ebenfalls zu erreichen: zu zeigen, dass hinter dem Klischee vom "Callboy" ein echter Mensch mit einem durchdachten Berufsverständnis steckt.

Callboy Alex in der Medienberichterstattung rund um Orion, RTL+ und RTLZWEI zur Venus 2026
Präsent in der Berichterstattung rund um Orion, RTL+ und RTLZWEI
09 · Respekt & Sicherheit

So viel nackte Haut, so viel Respekt —
ein stiller Verhaltenskodex

Eine Frage, die mir im Vorfeld oft gestellt wurde: Wie geht man auf einer Messe wie der Venus eigentlich respektvoll miteinander um, wenn so viel nackte Haut, Fetisch-Mode und freizügige Selbstdarstellung aufeinandertreffen? Meine Erfahrung vor Ort war durchweg positiv. Es gibt ein klares, meist ungeschriebenes Regelwerk, das von den allermeisten Besucherinnen und Besuchern eingehalten wird: Wer ein Foto von einer Person machen möchte, fragt vorher. Wer ein Kostüm oder Outfit bewundert, sagt das – und respektiert trotzdem die Grenze zwischen Bewunderung und Übergriffigkeit. Models, die sich in aufwendigen Lack- oder Latex-Outfits präsentieren, tun das bewusst und selbstbestimmt, als Ausdruck ihrer eigenen Ästhetik oder im Rahmen ihrer Arbeit für einen Aussteller – und werden dafür mit Respekt statt mit distanzlosem Verhalten belohnt.

Auch das Sicherheitskonzept der Messe selbst ist spürbar durchdacht: Ordner und Sicherheitspersonal sind präsent, ohne aufdringlich zu wirken, Rückzugsorte und ruhigere Zonen zwischen den lauten Hallen sorgen dafür, dass man sich bei Bedarf auch mal zurückziehen kann. Für mich als jemanden, der beruflich sehr viel mit Nähe, Vertrauen und Grenzen zu tun hat, war genau das ein wichtiger Pluspunkt: Eine Messe, die so offen mit Körperlichkeit und Fetisch umgeht, funktioniert nur, wenn gleichzeitig ein stabiler Rahmen aus Respekt und Einvernehmlichkeit existiert. Und genau diesen Rahmen habe ich auf der Venus 2026 durchgehend erlebt.

10 · Weitere Entdeckungen

Zwischen Manufaktur und Nachtleben —
was sonst noch geboten war

Neben den großen Highlights gab es auf der Venus unzählige kleinere Entdeckungen, die man leicht übersieht, wenn man nicht bewusst danach sucht. Kleine, oft familiengeführte Manufakturen aus ganz Europa, die handgefertigte Lederwaren oder Schmuckstücke mit erotischem Touch zeigten. Start-ups, die neue, oft sehr durchdachte Produktideen im Bereich Lovetoys und Wellness präsentierten – manche davon mit Fokus auf Nachhaltigkeit und hochwertige Materialien, ein Trend, der auch in dieser Branche spürbar an Bedeutung gewinnt. Dazwischen Stände mit Kunstdrucken, Fotografie-Portfolios und sogar Mode-Linien, die sich bewusst zwischen Streetwear und Fetisch-Ästhetik bewegen.

Auch das kulinarische und gesellige Rahmenprogramm darf nicht unerwähnt bleiben: Zwischen den Hallen gab es Verpflegungsstationen, Lounge-Bereiche zum Durchatmen, und am Abend verlagerte sich ein Teil des Geschehens in die Berliner Clubszene, wo verschiedene Aussteller und Partner-Locations eigene Nacht-Events organisierten – von eleganten Dresscode-Partys bis hin zu ausgelassenen Silvester- und Themen-Nächten, die schon während der Messe beworben wurden. Diese Verbindung aus Tagesprogramm auf dem Messegelände und Nachtleben in der Stadt macht die Venus zu einem Erlebnis, das weit über die eigentlichen Hallenöffnungszeiten hinausreicht.

Für mich als Begleiter war gerade dieser Teil besonders interessant, weil er zeigt, wie sehr die Erotikbranche mittlerweile mit Lifestyle, Nightlife und Unterhaltung verschmolzen ist. Es geht längst nicht mehr nur um Produkte im klassischen Sinn, sondern um ein ganzes Lebensgefühl, das Mode, Kunst, Musik, Gastronomie und zwischenmenschliche Begegnung miteinander verbindet. Genau in dieses größere Bild fügt sich auch meine eigene Arbeit ein: als ein Baustein von vielen in einer Branche, die sich immer weiterentwickelt und immer selbstbewusster wird.

Content-Creatorin im Gespräch mit Besuchern an ihrem Stand auf der Venus Berlin 2026
Meet & Greet mit einer Content-Creatorin — auch das gehört zur Venus dazu
11 · Mein Blick als Callboy

Bühne hier, Zweisamkeit dort —
was diese Messe mit meiner Arbeit zu tun hat

Natürlich stellt sich die Frage: Was macht eigentlich ein Callboy auf einer Messe wie dieser? Meine Arbeit unterscheidet sich in einem ganz entscheidenden Punkt von fast allem, was auf der Venus gezeigt wird. Hier geht es um Produkte, um Performance, um Inszenierung vor Publikum. Meine eigentliche Arbeit dagegen findet im Verborgenen statt – diskret, persönlich, meistens zu zweit, ohne Bühne, ohne Scheinwerfer, ohne Kameras. Als Begleiter bin ich kein Produkt, das man kauft und mitnimmt, sondern jemand, der echte Nähe, echtes Zuhören und einen echten Moment schenkt, der genau auf die Person zugeschnitten ist, die vor mir sitzt.

Und trotzdem gibt es eine Verbindung, die ich auf dieser Messe wieder sehr deutlich gespürt habe: Es geht in beiden Welten letztlich um menschliche Bedürfnisse, die viel zu lange totgeschwiegen wurden. Um Lust, um Verlangen, um Fantasie, um das Bedürfnis nach Nähe und Berührung – Themen, die auf der Venus ganz offen, bunt und selbstbewusst gefeiert werden, und die ich in meinem Beruf jeden Tag auf einer sehr viel persönlicheren, leiseren Ebene begleite. Die Messe zeigt die große, laute, kollektive Seite dieser Themen. Meine Arbeit zeigt die kleine, leise, individuelle Seite davon. Beides gehört für mich zusammen, auch wenn die Form völlig unterschiedlich ist.

Für mich persönlich war es deshalb auch wichtig, nicht nur als Besucher da zu sein, sondern selbst Teil des Programms zu werden – etwa bei der gemeinsamen Showtime mit Maison Tabou und Orion auf der Venus-Bühne. Es war ein Format, bei dem ich mich bewusst auf die größere, offenere Bühne begeben habe, während mein Alltag sonst von Diskretion und Zweisamkeit geprägt ist. Dieser Kontrast war spannend: einmal selbst im Rampenlicht zu stehen, umgeben von Publikum, Musik und Fotografen – und dann wieder zurückzukehren in die sehr viel intimere, persönliche Form meiner eigentlichen Arbeit.

Ich habe auf der Messe außerdem viele Gespräche geführt, die genau diesen Punkt berührt haben: Immer wieder fragten mich Besucherinnen und Besucher, wie sich mein Beruf von dem unterscheidet, was man klassischerweise mit der Erotikbranche verbindet. Meine Antwort war und ist: Ich verkaufe kein Produkt und ich spiele keine Rolle auf Bestellung. Ich biete echte Begegnung an – mit allem, was dazugehört: Gesprächen, Zuhören, echtem Interesse an der Person gegenüber, und ja, auch körperlicher Nähe, wenn beide Seiten das möchten. Genau diese Haltung versuche ich auch in meinem Blog und meinen Presse-Interviews immer wieder zu vermitteln: Dass es bei meiner Arbeit nicht um bloße Leistung geht, sondern um echten menschlichen Kontakt, der respektvoll, diskret und auf Augenhöhe stattfindet.

Die Venus hat mir noch einmal vor Augen geführt, wie vielfältig die Branche geworden ist, in der ich arbeite – von riesigen Herstellern über kleine Manufakturen, von Fetisch-Designerinnen über Content-Creator bis hin zu Begleitern wie mir. Jeder bedient auf seine Weise ein Stück des großen Themenkomplexes Lust, Nähe und Verlangen. Und jeder tut das auf seine eigene, authentische Art. Für mich war die Messe deshalb nicht nur unterhaltsam, sondern auch eine Art Standortbestimmung: ein Blick darauf, wo meine eigene Arbeit innerhalb dieser riesigen, bunten Landschaft eigentlich steht – und warum gerade die leise, persönliche Variante davon für so viele Menschen so wichtig ist.

12 · Die Branche im Wandel

Lauter, bunter, ehrlicher —
ein Gedanke zur Entwicklung der Branche

Was mich am meisten beeindruckt hat, wenn ich die Venus 2026 mit dem vergleiche, was ich über frühere Ausgaben gehört und gelesen habe: Die Branche wird sichtbarer, diverser und professioneller. Themen wie Konsens, Selbstbestimmung und Diversität sind heute viel präsenter als früher – sichtbar etwa im eigenen Queer Space oder in den vielen Gesprächen über Respekt und Grenzen, die ich während der vier Tage geführt habe. Gleichzeitig bleibt die Venus ein Ort, an dem pure Lust, Fantasie und Unterhaltung gefeiert werden dürfen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Diese Entwicklung spiegelt für mich auch etwas wider, das ich in meiner eigenen Arbeit als Callboy immer wieder erlebe: Je offener und selbstverständlicher eine Gesellschaft mit Themen wie Lust, Nähe und bezahlter Begleitung umgeht, desto respektvoller und entspannter wird am Ende auch der Umgang miteinander. Die Venus ist dafür ein eindrucksvolles, lebendiges Beispiel – eine Messe, die zeigt, wie bunt, vielfältig und letztlich auch menschlich diese Branche sein kann, wenn man ihr nur den Raum dafür gibt.

13 · Praktische Tipps

Tickets, Anreise, Dresscode —
alles für deinen ersten Besuch

Zum Abschluss noch ein paar ganz praktische Hinweise, falls dich diese Eindrücke neugierig gemacht haben und du selbst einmal auf die Venus willst. Die Messe findet traditionell im Oktober statt, über vier Tage hinweg, auf dem Messegelände Berlin direkt unter dem Funkturm am Hammarskjöldplatz. Die Tageskarte kostet an der Kasse 70 Euro, das Gelände ist barrierefrei zugänglich, und die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unkompliziert: Die U-Bahnlinie U2 hält am Theodor-Heuss-Platz, nur wenige hundert Meter vom Eingang entfernt, alternativ erreichst du das Gelände auch mit der S-Bahn über die Station Messe Nord/ZOB.

Zum Dresscode: Es gibt keinen verpflichtenden, aber viele Besucherinnen und Besucher nutzen die Venus bewusst als Bühne für aufwendige Lack-, Leder- oder Fetisch-Outfits. Wer selbst mit einem besonderen Look auffallen möchte, ist herzlich willkommen – wer lieber ganz normal in Alltagskleidung kommt, fällt aber genauso wenig negativ auf. Diese Offenheit, jeden so sein zu lassen, wie er möchte, ist einer der schönsten Aspekte der ganzen Veranstaltung.

Beim Thema Fotografieren gilt die goldene Regel, die ich weiter oben schon angesprochen habe: Immer fragen, bevor man jemanden fotografiert, egal wie spektakulär das Outfit oder die Performance gerade aussieht. Die allermeisten Aussteller, Models und Besucher sind sehr offen für Fotowünsche, solange man höflich fragt und respektvoll mit einem Nein umgeht, falls es einmal eine Absage gibt.

Plane außerdem genug Zeit ein. Mit mehreren großen Hallen, unzähligen Ständen, einer durchgehend bespielten Showbühne und zusätzlichen Programmpunkten im Business-Bereich lässt sich die Venus kaum an einem einzigen Nachmittag erschöpfend erleben. Wer wirklich alles mitnehmen möchte – von der Shopping-Area über die Kinky Area bis zum Queer Space und den Abendveranstaltungen in der Stadt – sollte sich für mehrere Tage Zeit nehmen oder zumindest einen klaren Schwerpunkt setzen, welche Bereiche einem persönlich am wichtigsten sind.

Und ein letzter Tipp aus eigener Erfahrung: Sprich die Menschen an. Ob am Stand, in der Warteschlange vor der Bühne oder einfach im Vorbeigehen – die meisten Menschen auf der Venus sind erstaunlich offen für ein kurzes Gespräch, egal ob es um ein Produkt, eine Show oder einfach die eigene Geschichte geht. Genau aus diesen spontanen Begegnungen sind auch für mich die schönsten Momente dieser vier Tage entstanden.

14 · Die Venus als Spiegel

Ein Gradmesser für Offenheit —
was diese Messe über uns alle sagt

Wenn ich einen Schritt zurücktrete und auf das große Ganze schaue, sehe ich in der Venus Berlin mehr als nur eine Fachmesse für Erotikprodukte. Sie ist ein Gradmesser dafür, wie offen unsere Gesellschaft mittlerweile mit Themen wie Lust, Körperlichkeit, Fetisch und bezahlter Nähe umgeht – und wie viel Weg trotzdem noch vor uns liegt. Auf der einen Seite erlebt man hier pure, ungezwungene Feierlaune, Selbstbewusstsein und Vielfalt. Auf der anderen Seite merkt man im Gespräch mit Ausstellern und Besuchern immer wieder, dass viele von ihnen außerhalb dieser vier Messetage im Jahr noch sehr vorsichtig sein müssen, was sie öffentlich über ihre Arbeit oder ihre Vorlieben erzählen.

Genau deshalb empfinde ich Veranstaltungen wie die Venus als so wichtig. Sie schaffen für ein paar Tage im Jahr einen geschützten, aber gleichzeitig sehr öffentlichen Raum, in dem all das gezeigt werden darf, was sonst oft versteckt bleiben muss. Und sie erinnern uns alle daran, dass Lust, Fantasie und Nähe keine Randthemen sind, sondern ein fester, normaler Bestandteil des menschlichen Lebens – egal ob man sie über ein Produkt, eine Performance oder, wie in meinem Fall, über eine ganz persönliche Begegnung auslebt.

Kurz beantwortet

Wann und wo findet die Venus Berlin statt?

Die Venus findet jährlich im Oktober auf dem Messegelände Berlin direkt unter dem Funkturm am Hammarskjöldplatz statt, meist über vier Tage. 2026 war es die 29. Ausgabe seit 1997.

Was kostet der Eintritt?

Die Tageskasse liegt bei 70 Euro. Das Gelände ist barrierefrei zugänglich.

Wie komme ich am besten hin?

Am einfachsten mit der U-Bahn (U2 bis Theodor-Heuss-Platz) oder der S-Bahn (S41/S42 bis Messe Nord/ZOB) – beide Haltestellen liegen nur wenige hundert Meter vom Eingang entfernt.

Gibt es einen Dresscode?

Nein, keinen verpflichtenden. Viele nutzen die Venus bewusst als Bühne für aufwendige Lack-, Leder- oder Fetisch-Outfits – wer lieber in Alltagskleidung kommt, fällt genauso wenig negativ auf.

Häufige Fragen

Warst du als Besucher oder als Teil des Programms auf der Venus, Alex?

Beides. Ich war als Besucher unterwegs, aber auch Teil einer gemeinsamen Showtime von Maison Tabou und Orion auf der Venus-Bühne – ein schöner Kontrast zu meinem sonst sehr diskreten Alltag.

Wie passt eine Messe wie diese zu deiner Arbeit als Callboy?

Auf den ersten Blick ganz anders, im Kern aber verwandt: Beides dreht sich um Lust, Nähe und das Bedürfnis nach echter Begegnung – die Venus zeigt die große, laute Seite davon, meine Arbeit die leise, persönliche.

Begleitest du Gäste auch zu solchen Events?

Grundsätzlich ja – sprich mich einfach über meine Buchungsseite an, dann schauen wir gemeinsam, was möglich ist.

Was Gäste über gemeinsame Zeit mit mir sagen

★★★★★
„Alex bringt eine Präsenz mit, die man selten findet – egal ob beim Dinner in Nürnberg oder, wie ich gehört habe, mitten auf einer Messe in Berlin.“
— Google-Bewertung
★★★★★
„Diskret, aufmerksam, mit einem echten Interesse an der Person gegenüber. Genau diese Qualität liest man auch aus seinen Blogbeiträgen heraus.“
— Google-Bewertung
Callboy Alex — buchbar in der DACH-Region & weltweit:
Nürnberg München Ganz Deutschland Österreich Schweiz Europa & international

Kommentare

Noch keine Kommentare – schreib den ersten!
Datenschutz & Diskretion. Kein Verkauf deiner Daten, keine Werbenetzwerke. Der Kommentarbereich übermittelt deine Eingaben per E-Mail an mich. Diskretion bleibt bei mir, so wie sie bei dir bleibt.
Exklusiv. Es gibt Begegnungen und Momente von der Venus, über die ich hier nur einen Ausschnitt erzähle. Wer mehr erfahren oder selbst eine besondere Zeit mit mir erleben möchte, findet den direkten Weg über meine Buchungsseite.
Zugang erhalten →
Ich antworte innerhalb von zwei Stunden – garantiert.
Mehr Bilder und Eindrücke von der Venus 2026 – und aus meinem Alltag – findest du auf Instagram: @alex__erlebnis

Das könnte dich auch interessieren

Ist Erotik ein Spiel?

Ein weiterer Blogbeitrag von Callboy Alex.

Callboy Alex: Mehr als nur Zeit

Ein weiterer Blogbeitrag von Callboy Alex.

Schlusswort

Was bleibt, wenn die Hallen sich leeren
und der Alltag wieder beginnt

Vier Tage Venus Berlin, und ich bin immer noch dabei, alle Eindrücke zu verarbeiten. Diese Messe ist laut, bunt, manchmal überwältigend – und genau deshalb so besonders. Sie zeigt eine Branche, die sich längst nicht mehr verstecken muss, die selbstbewusst auftritt, die Business und Leidenschaft, Produkt und Performance, Lack-und-Leder-Ästhetik und queere Sichtbarkeit unter einem Dach vereint. Der Stand von Maison Tabou bleibt für mich das optische und atmosphärische Highlight, die gemeinsame Showtime mit Orion auf der Venus-Bühne ein persönliches Highlight, und die vielen Gespräche mit Fans, Kolleginnen und Kollegen das, was am Ende wirklich bleibt.

Wenn du selbst neugierig geworden bist: Die Venus findet jedes Jahr im Oktober auf dem Messegelände Berlin statt, direkt unter dem Funkturm, gut erreichbar mit U-Bahn und S-Bahn. Ob du dich für Lovetoys, Fetisch-Mode, queere Kultur oder einfach für die bunte Vielfalt dieser Branche interessierst – es lohnt sich, selbst einmal durch die Hallen zu gehen.

Und falls du mich dabei triffst: Komm gerne vorbei, sag Hallo, stell deine Fragen. Genau diese echten, direkten Begegnungen sind es, die eine Messe wie diese für mich erst wirklich lebendig machen – und sie erinnern mich jedes Mal daran, warum ich meine Arbeit als Begleiter mit so viel Leidenschaft mache: weil es am Ende immer um echte Menschen, echte Nähe und echte Momente geht.

Das war Teil 1 meines Venus-Berichts. Teil 2 folgt in einem weiteren Blogartikel – schau gern bald wieder vorbei.

Das ist immer meine persönliche Meinung. Sie soll nicht aufdringlich sein und nicht gegen Richtlinien verstoßen. Wenn es jemanden verletzt, tut es mir sehr leid — wenn es jemandem gefällt, dann freue ich mich sehr.
— Euer Callboy Alex

Lust auf eine eigene unvergessliche Zeit?

Ob in Nürnberg, einer anderen Stadt oder auf Reisen – wenn du dir echte Präsenz, Aufmerksamkeit und eine besondere Zeit wünschst, melde dich einfach bei mir.

Jetzt Zeit mit Alex buchen

Keine Kommentare:

Venus Berlin 2026: Callboy Alex live bei Maison Tabou, Orion & Co.

Venus Berlin 2026, Teil 1: Meine Eindrücke als Callboy Alex | Maison Tabou, Orion & mehr ESC · Schnell schließen ...